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Seniorenbeirat und Jugendparlament wollen Bahnhof verschönern und planen einen Wettbewerb

„Bad Pyrmont fängt nicht am Kurpark an“

Bad Pyrmont. Das Gemeinschaftsprojekt von Seniorenbeirat und Jugendparlament zur Verschönerung des Bad Pyrmonter Bahnhofes nimmt Gestalt an. „Wir haben die Zustimmung der Bahn, dort im Rahmen einer Bahnhofspatenschaft aktiv werden zu können“, konnte die Vorsitzende des Seniorenbeirates, Annegret Webel, jetzt berichten.

veröffentlicht am 14.04.2016 um 16:38 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

VON HANS-ULRICH KILIAN
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Mitglieder des Beirates hatten gemeinsam mit Wolfgang Siefert von der Stadtverwaltung vergangene Woche sechs Bahnhöfe zwischen Hameln und Hämelerwald besucht, um sich anzusehen, wie dort mit dem Thema umgegangen wird. Eine Erkenntnis lautet: Auch das Gemeinschaftsgefühl eines Ortes kann mit so einer Aktion gestärkt werden.

Die Idee ist schon einige Wochen im Raum. Mittlerweile sind nicht nur die Erkenntnisse gewachsen, sondern das Jugendparlament hat auch ein Konzept für einen Gestaltungswettbewerb ausgearbeitet, denn möglichst viele kreativ und künstlerisch tätige Pyrmonter sollen einbezogen werden, um das Wartehäuschen auf den Bahnsteig zwischen den Gleisen 2 und 3 mit selbst gemalten Bildern oder Postern zu verschönern. „Jede Art von Kunst ist erlaubt“, betont die Jupa-Vorsitzende Lara Lücke.

Allerdings will die Bahn ein Wörtchen mitreden, und hat Vorgaben, was die Größe der Werke und ihre Platzierung auf dem Bahnhof angeht. Als Thema hat das Jugendparlament die Kurstadt ausgesucht. „Es wäre doch schön, wenn Bahnreisende, die auf dem Bahnhof ankommen, ein Bild mit den Pyrmonter Palmen sehen“, so Lara. Aber auch Wasser steht für Bad Pyrmont und dürfte einiges an Motiven bieten. Eine Jury soll am Ende über die Auswahl der Bilder entscheiden.

Das Wartehäuschen, das schon länger verschlossen ist und mit der eingeschlagenen Fensterscheibe einen trostlosen Anblick bietet, steht zwar im Zentrum der Bemühungen, doch auch an die Unterführung, die den Bahnhofsvorplatz mit den Bahnsteigen verbindet, bietet sich für Bilder und Poster an. Es hängt hauptsächlich davon ab, wie viele Bilder eingereicht werden. An den anderen Bahnhöfen, die die Pyrmonter vergangene Woche besichtigt haben, waren es hauptsächlich Unterführungen, die auf diese Weise attraktiver gestaltet worden sind. Es waren örtliche Maler, Hobbymaler oder Kunstkurse der Schulen, die sich an solchen Bahnhofspatenschafen beteiligt haben. Dazu konnten meistens auch Sponsoren gewonnen werden. Alles das wollen der Seniorenbeirat und das Jugendparlament auch in Bad Pyrmont versuchen. „In Dollbergen bei Hannover ist der Aufruf, sich zu beteiligen, auf eine große Resonanz gestoßen und man hat uns berichtet, dass dadurch auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt worden ist“, so Siefert. An vielen Bahnhöfen gebe es ehrenamtliche „Kümmerer“, die sich der Reisenden und der Örtlichkeiten annähmen. „Es wäre schön, wenn sich dafür auch in Bad Pyrmont jemand findet.“

„Seit Jahren wird beklagt, dass der Bad Pyrmonter Bahnhof insgesamt keinen einladenden Eindruck macht, was den Anspruch des Staatsbades, dass ,Bad Pyrmont immer eine Reise wert ist‘ auf den ersten Blick konterkariert“, stellt Annegret Webel fest. „Wir möchten den Verantwortlichen vor Augen führen, dass Bad Pyrmont nicht erst am Kurpark anfängt und den Gesamteindruck dauerhaft verbessern, das ist unser Ziel.“ Immerhin habe die Bahn zugesagt, dass sich in puncto Sauberkeit etwas verbessern soll. „Allerdings hängen die Reinigungsintervalle von der Zahl der Reisenden ab“, weiß Siefert. „Bis zu 1600 Reisende täglich@ reichen nur für eine wöchentliche Reinigung.“ Wer sich für das Projekt interessiert, kann sich an Wolfgang Siefert im Rathaus unter der Telefonnummer 05281/949112 oder an Lara Lücke an die Mailadresse lluecke49@gmail.com wenden. Nach Pfingsten ist auf jeden Fall eine öffentliche Informationsveranstaltung geplant.



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