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Gratis-Nennung in schicker Broschüre

Bad Pyrmont als „Leitkurort“ in neuem Werbeheft

Bad Pyrmont (jl). Wenn‘s um die Kur geht, dann schicken immer mehr Krankenkassen ihre Versicherten – wenn überhaupt – ins Ausland. Denn noch kosten die Aufenthalte zum Beispiel in Tschechien weniger Geld als hier. Die Folge: Deutschlands Kurorte und Heilbäder mit ihren Badeärzten haben das Nachsehen. So schätzt etwa der Verband der Badeärzte, dass den Medizinern durch die von den Kassen forcierte Abwanderung schon jetzt die Hälfte aller Badekuren entzogen wird.

veröffentlicht am 25.01.2011 um 18:19 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 20:41 Uhr

Mit dieser putzigen Badekappenträgerin wirbt der deutsche Heilbäderverband derzeit für das Kuren in Deutschland – nicht zu
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Um diesem ruinösen Trend entgegenzutreten, setzt der deutsche Heilbäderverband jetzt verstärkt auf internationale Imagewerbung.. Frei nach dem Motto: Wenn wir Kurgäste ins Ausland verlieren, holen wir uns eben im Gegenzug welche von dort.

Zusammen mit dem Heilbäderverband hat die „Deutsche Zentrale für Tourismus“ deshalb das Thema „Wellness- und Gesundheitsreisen in Deutschland“ in diesem Jahr in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt. Ergebnis ist ein 100-seitiger Katalog, der alle hervorstechenden Angebote zwischen St. Peter-Ording und Garmisch-Partenkirchen, Düsseldorf und Dresden aufführt.

Äußerst erfreulich für Bad Pyrmont: Der Prospekt widmet dem Staatsbad in der Heftmitte gleich eine ganze Seite. Fotos vom Außenbecken der Hufelandtherme, aus dem Kurpark-Palmengarten und eines Glases Heilwasser in der Wandelhalle sollen den Blick auf „mehr als 500 Jahre Kur und Wellness im Staatsbad“ richten. Unter dieser Überschrift stellt das Staatsbad Pyrmonts „einzigartiges Flair“ heraus, richtet den Fokus auf Natur und Kultur und hebt die hohe Kompetenz der Kurstadt in Sachen Gesundheit heraus. Erwähnt werden in diesem Zusammenhang zum Beispiel die diversen Angebote, mit denen es Bad Pyrmont als einer von 50 „Leitkurorten“ in den Prospekt geschafft hat. Dazu zählen Heilwässer sowie Sole- und Moorbäder. Zudem wird die Hufelandtherme als Ort für „Entspannung de luxe“ gepriesen.

Die neuen Broschüren sollen die Angebote vor Ort international ergänzen und neue Gäste nach Bad Pyrmont locken. Foto: uk

Beim Staatsbad freut man sich nicht nur über die gute Platzierung in dem gediegenen Heft, sondern vor allem auch darüber, dass die Präsentation die Pyrmonter keinen Cent gekostet hat. Denn das Bundeswirtschaftsministerium hat das Druckwerk – abgesegnet vom Bundestag – gefördert. „Das hätten wir uns sonst gar nicht leisten können“, sagt Kurdirektor Heinz-Hermann Blome und freut sich über die Aufnahme in die Broschüre, für die er sich – als Präsident des niedersächsischen Heilbäderverbands – eingesetzt hatte.

Das Heft wird außerordentlich breit gestreut. Die Fassungen in Englisch, Niederländisch, Russisch, Italienisch und Schwedisch werden internationalen Reiseunternehmen und -veranstaltern überreicht. Das soll sie inspirieren, ihren Kunden maßgeschneiderte Angebote in Deutschland anzubieten.

Im Zuge einer „Roadshow“ quer durch Europa wurden die ersten der insgesamt 80 000 Exemplare bereits in London, Amsterdam, Brüssel, Colmar, Zürich, Mailand, Wien, Budapest und Prag verteilt. „Das ist ein erster Schritt auf dem Weg zum Fuß in der Tür“, sagt Axel Sieker vom Staatsbad, der zusammen mit dem derzeit urlaubenden Kurdirektor den Pyrmont-Auftritt in der Broschüre bestückt hat.

Was Sieker freut: „Unser Angebot wird als eines von fünf niedersächsischen unter 50 bundesweit präsentiert. Darauf sind wir natürlich stolz.“ Denn die Platzierung in der Broschüre als „Leitkurort“ – ausgewählt aus insgesamt 350 deutschen Heilbädern und Kurorten – sei eine Anerkennung der Arbeit, die in Bad Pyrmont geleistet werde.

Wieviele neue Gäste die Imagekampagne der Kurstadt bringt, ist jetzt natürlich noch nicht abzusehen. „Vielleicht wird das möglich, wenn wir dann die Jahre 2012 und 2009 vergleichen“, sagt Sieker. Denn erst einmal müssten die durch das Heft aufmerksam gewordenen Veranstalter aus den Angeboten ihre Pakete schnüren.

Übrigens ist der Gesundheitsreisen-Katalog 2011 nicht die einzige internationale Präsenz Bad Pyrmonts. In dem 60-Seiten starken „Medizinreisen“-Heft, das die gleichen Akteure herausgegeben haben, stellt sich Niedersachsens Kurort Nummer eins zudem mit der Fürstenhof-Klinik auf einer halben Seite dar.



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