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Konditorin arbeitete im Sacher

Backen für Wiens beste Adresse

BAD PYRMONT. Einmal in Wien und dort im Hotel Sacher arbeiten und sich an der berühmten Schokoladentorte nicht nur sattessen, sondern sie auch noch selbst produzieren: Dieser leckere Traum ging für die künftige Konditorin Isabell Mundhenk (24) aus Bad Pyrmont kürzlich zumindest teilweise in Erfüllung.

veröffentlicht am 19.11.2017 um 11:30 Uhr

Isabell Mundhenk backt die Sachertorte nun in Bad Pyrmont. Ihren Chef Dirk Schneidewind freut‘s. Foto: Hei
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Karin Heininger Reporterin
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Wien und Sacher ja – doch die köstliche Torte wird die Auszubildende aus dem Café Schneidewind weiterhin nur in der Kurstadt statt in Österreichs Hauptstadt backen. Weil nämlich die sagenhafte Süßigkeit solch ein Renner geworden ist, dass sie nicht mehr im „Mutterhaus“, dem Hotel, gefertigt wird, sondern ausgelagert in einem anderen Wiener Betrieb – bis zu 1000 Stück Torte pro Tag sollen es sein.

Isabell Mundhenk jedenfalls hat ihren dreiwöchigen Aufenthalt in Wien dennoch genossen, weil ehrlich verdient: Als besonders gute Absolventin der Berufsschule im dritten Lehrjahr hatte die Handwerkskammer Hannover sie für ein auswärtiges dreiwöchiges Praktikum vorgeschlagen. Gemeinsam mit einer Kollegin aus dem Bäckereifach reiste sie nach Wien – und wurde zu ihrer großen Freude ausgerechnet der Patisserie im Hotel Sacher zugeteilt. Eine bessere Adresse konnte sie sich kaum wünschen.

Dort fertigte sie Pralinen, Desserts, jede Menge Apfelstrudel („Manchmal verarbeiteten wir 100 Kilo Äpfel pro Tag“), auch die Esterhazy-Schnitte, fast so edel wie die Sacher, und jede Menge Kleingebäck. „Es hat richtig Spaß gemacht, die Kollegen waren sehr nett und ich habe sogar noch fremdsprachlich profitiert“, sagt die 24-Jährige augenzwinkernd. Dass man dort Topfen sagt statt Quark und Schlagobers zur Schlagsahne lernte sie ebenso wie den Begriff Ribisel für Johannisbeeren.

Isabell Mundhenk in der Küche des Hotels Sacher in Wien. Foto: privat
  • Isabell Mundhenk in der Küche des Hotels Sacher in Wien. Foto: privat

Ursprünglich hatte die junge Pyrmonterin begonnen, nach dem Abitur Geografie zu studieren. Doch dann wollte sie lieber „was Praktisches“ machen. An ihrem Beruf gefällt ihr vor allem, dass sie kreativ sein kann. Im Augenblick bereitet sie sich auf ihre Abschlussprüfung vor. Thema: Frankreich. In der Zukunft will sie auch im Ausland arbeiten, dann ihre Meisterprüfung ablegen. Doch erst einmal möchte sie auch nach der Gesellenprüfung noch eine Weile im Café Schneidewind bleiben: „Ich arbeite dort gerne, und außerdem bin ich auch heimatverbunden“, sagt sie. Ihren Chef, Konditormeister Dirk Schneidewind, freut`s: „Isabell hat auf jeden Fall von ihrem Praktikum profitiert. Sie ist viel selbstbewusster geworden“, sagt er.

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