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Gesundheits- und Krankenpflege

Azubis am Bathildiskrankenhaus stellen ihren Beruf vor

BAD PYRMONT. Derzeit sind es 23, davon 8 männliche Auszubildende, die sich im Agaplesion Bathildiskrankenhaus am Standort Bad Pyrmont in der Gesundheits- und Krankenpflege schulen lassen. Dieser Kurs, der von Melanie Kastner verantwortlich geleitet wird, befindet sich aktuell im zweiten Ausbildungsjahr. In einem besonderen, einwöchigen Projekt durften sie sich einmal gänzlich auf sich selbst konzentrieren und nun ihre Ergebnisse Besuchern des Krankenhauses präsentieren.

veröffentlicht am 12.02.2018 um 19:54 Uhr

Foto: Archiv
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Klaus Titze Reporter
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„Gut ein Jahr war der Kurs im sogenannten Außeneinsatz an verschiedenen Stellen verstreut, um in unterschiedlichsten Gesundheits- und Pflegebereiche ihren Dienst zu versehen und Erfahrungen zu sammeln“, erläutert die Kursleiterin. Dabei seien sie in anderen Häusern mit der Gynäkologie, der Geburtshilfe, der Wöchnerinnenstation, der Kinderpflege ebenso in Kontakt gekommen wie mit dem Stationsbetrieb eines Krankenhauses allgemein oder der Altenpflege. Demnächst stehe noch ein Seminar in der Sterbebegleitung an. Das alles zeige, in welch breitem Spektrum sich die Ausbildung der nachher examinierten Kräfte bewege.

Allerdings habe dieser Beruf neben den späteren beruflichen Chancen auch erhebliche Belastungen für die jungen Leute im Gepäck. So seien sie nicht nur in den Wochenenddiensten und in den Schichtwechsel mit eingebunden, sie würden eben auch mit allen emotional belastenden Lebenssituationen kranker Menschen konfrontiert.

„Allein aus diesem Grunde ist es wichtig, nicht nur für andere da zu sein und ihnen zu helfen, sondern auch sich selbst im Blick zu behalten“, weiß die Lehrkraft auch aus eigener Erfahrung. Deshalb sei unmittelbar an dieses Außenausbildungsjahr eine Projektwoche angefügt, um den jungen Menschen Möglichkeiten aufzuzeigen und sie ausprobieren zu lassen, wie man selbst wieder zu Kräften kommt oder Belastendes verarbeiten kann.

Max von Stuck- rad Foto: ti
  • Max von Stuck- rad Foto: ti
Carolin Franke Foto: ti
  • Carolin Franke Foto: ti
Alain Daouda Foto: ti
  • Alain Daouda Foto: ti
Christina Petkau Foto: ti
  • Christina Petkau Foto: ti
Max von Stuck- rad Foto: ti
Carolin Franke Foto: ti
Alain Daouda Foto: ti
Christina Petkau Foto: ti

„Ich fand beispielsweise den Chakrenweg äußerst interessant“, beschreibt Christina Petkau ein von ihr ausprobiertes Angebot. Dabei begibt man sich auf einen ungefähr acht Kilometer langen Weg durch Bad Pyrmont und läuft dabei mehrere Stationen an. Während dieses Weges konzentriert man sich auf sein Ziel, das man erreichen möchte und von Station zu Station wird einem der Weg dorthin immer klarer und man empfindet dann schließlich ausreichend Energie, dieses Ziel auch erreichen zu können.

Sie selbst ist sich sicher, trotz mancher Belastungen den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, denn die Ausbildung sei sehr interessant und durch das breite Spektrum, das hier in den drei Jahren vermittelt werde, habe sie keine Angst, in der Zukunft keine Anstellung zu finden. Inspiriert für diesen Beruf sei sie durch ihre Großmutter, die ebenfalls Krankenschwester gewesen sei. Optimistisch schaut auch Max von Stuckrad in die Zukunft. „Mein Vater ist selbst Arzt und deshalb möchte ich nach meiner jetzigen Ausbildung ein Medizinstudium anschließen lassen“, schildert er ebenfalls begeistert von dieser absolvierten Projektwoche, die den gesamten Kurs auch wieder zusammengeführt habe.

Für Carolin Franke war die im Projekt angebotene körperliche Aktivität des Walkens eine willkommene Alternative, sich während einer anstrengenden Betätigung entlasten zu können, zumal man sich, wenn man den Weg mit jemanden gemeinsam gehe, auch intensiv austauschen könne. „Allerdings hat mir auch Mandala-Malerei Entspannung geschenkt, obwohl man sich sehr konzentrieren muss“, beschreibt sie ihre Erfahrung.

Ob er späterhin in Deutschland arbeiten werde, weiß Alain Daouda noch nicht sicher. Der junge Mann stammt aus Kamerun und dort aus einer Mediziner-Familie. „Ich bin also schon vorbelastet“, lacht er, der seit erst vier Jahren in Deutschland lebt. Nach dem Erlernen erster Kenntnisse der deutschen Sprache und einem Antrag bei der deutschen Botschaft sei er eingereist, habe sofort einen Deutschkurs erhalten und sich mit einem B1-Zertifikat für die Ausbildung bewerben können. Seit vier Wochen besitze er die deutsche Staatsbürgerschaft.

Da er in Kamerun Französisch gelernt habe, könne er sich vorstellen, seine hier erworbenen medizinischen Kenntnisse in Paris einsetzen zu können. In dem Projekt hat ihn Tai-Chi als entspannungbringendes Moment fasziniert.



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