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Stadt klärt auf: Auf dem neuen Mehrzweckstreifen in der Erdfällenstraße darf geparkt werden

Autofahrer zu Unrecht beschimpft

Bad Pyrmont. Es war unschön, was sich in jüngster Zeit in der Erdfällenstraße getan hat. Autofahrer, die auf dem neuen Mehrzweckstreifen parkten, wurden von Passanten wüst als Verkehrsrowdys beschimpft – zu Unrecht, wie die Stadt betont. Doch es gibt Irritationen.

veröffentlicht am 04.03.2016 um 13:01 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 13:46 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich kilian
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Bad Pyrmont. In der Erdfällenstraße ging es in jüngster Vergangenheit wohl hoch her. Von unflätigen Beschimpfungen ist die Rede, mit denen Autofahrer als Verkehrsrowdys tituliert wurden. Bürgermeister Klaus Blome sah Aufklärungsbedarf, denn den Beschimpften kann kein Vorwurf gemacht werden. Sie waren im Recht, denn das Parken auf dem neuen Mehrzweckstreifen in der Erdfällenstraße sei erlaubt, ließ die Stadt nun per Pressemitteilung wissen.

Was war geschehen? Das Baudezernat hat den Straßenrand auf der Westseite der Erdfällenstraße zwischen Zuwegung zum Neubaugebiet und der Einmündung der Straße „Auf der Schanze“ mit einem Plattenbelag befestigen lassen. Ergebnis: „Dabei handelt es sich nicht um einen Gehweg sondern um einen Mehrzweckstreifen, auf dem auch geparkt werden darf“, betonte jetzt Sabine Jösten vom Ordnungsamt der Stadtverwaltung, das für sämtliche Verkehrsangelegenheit zuständig ist. Da es für solche Mehrzweckstreifen keine eindeutige Beschilderung nach der Straßenverkehrsordnung gebe, habe man ganz darauf verzichtet. Und das hat offenbar für Irritationen gesorgt. Nur einem ersten flüchtigen Blick ist das Ganze ein Fußweg. Wer aber genauer hinguckt, bemerkt, dass der Bordstein zur Fahrbahn abgesenkt wurde, Autos also ohne Behinderung auffahren und dort parken können. Und das sei auch beabsichtigt, so die Ordnungsamtsleiterin.

Nur seien einige Autofahrer, die das auch richtig erkannt hätten, von Passanten in unangemessener Art und Weise und auch zu Unrecht als Verkehrsrowdys beleidigt worden, bedauert Jösten. Die Stadt bittet die Fußgänger, gegebenenfalls den kombinierten Geh- und Radweg auf der anderen Seite der Erdfällenstraße zu benutzten. Doch dessen Benutzung, so kritisieren Bewohner der nahen Parkresidenz, sei wegen erheblicher Schäden für Rollatoren und E-Scooter „megagefährlich“. Das sieht die Stadt anders. „Die Verkehrssicherungspflicht wird dort gewahrt“, so Stadtsprecher Wolfgang Siefert. Der Kommission Barrierefreiheit sei das bekannt, aber man habe sich darauf geeinigt, aus finanziellen Gründen zunächst die Probleme im Innenstadtbereich anzugehen.

Den Mehrzweckstreifen zu benutzen, so sieht es Evelyn Buchholz-Dassen, die in der Erdfällenstraße wohnt, sei für Fußgänger gefährlich. Zum einen müssten die auf die Fahrbahn ausweichen, wenn dort ein Auto parkt, zum anderen habe sie beobachtet, dass auf dem Streifen auch immer wieder gefahren werde. „Das ist wohl auch so vorgesehen.“ „Stimmt nicht!“, entgegnet Siefert. „Dort darf nur geparkt und gegangen werden.“

Stellt sich die Frage, warum sich die Stadt für einen Mehrzweckstreifen entschieden hat. „Weil dort bislang Parkraum gefehlt hat“, so Stadtsprecher Wolfgang Siefert. Und weil die Fahrbahn für beidseitig parkende Autos zu schmal sei. Außerdem sollen dort noch weitere Einfamilienhäuser entstehen. „Es gibt bereits seit einigen Jahren in der Kurzen Breite in Hagen so einen Mehrzweckstreifen und der hat sich mittlerweile durchaus bewährt. Das braucht wohl eine Weile“, so der Stadtsprecher.



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