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Integrationsstaatssekretärin zu Besuch im Integrationszentrum Lippe

Austausch an der Basis

LIPPE. Die nordrhein-westfälische Integrationsstaatssekretärin Serap Güler hat sich mit den Mitarbeitern des kommunalen Integrationszentrums des Kreises Lippe und den Vertretern der Kooperationspartner zur aktuellen und zukünftigen Integrationsarbeit im Kreis ausgetauscht.

veröffentlicht am 01.12.2017 um 16:14 Uhr
aktualisiert am 01.12.2017 um 17:20 Uhr

Die Leiterin des kommunalen Integrationszentrums, Alexandra Steeger, Staatssekretärin Serap Güler und Landrat Dr. Axel Lehmann nutzen den Besuch zum Informationsaustausch. Foto: Kreis Lippe
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Durch die Flüchtlingswelle sind die Anforderungen bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den letzten drei Jahren stark gestiegen und damit auch die Aufgaben des Kommunalen Integrationszentrums hier in Lippe. „Das KI mit seinen niedrigschwelligen Angeboten, wie dem Runden Teppich und seinen breiten Möglichkeiten an Fortbildungen und Vorträgen, trägt dazu bei, dass geflüchtete Menschen so schnell und so gut wie möglich hier im lippischen Alltag ankommen und leistet somit einen wichtigen Beitrag, damit Integration gelingt. Ich freue mich, dass Frau Güler sich einen eigenen Eindruck von der Arbeit hier vor Ort verschafft“, so Landrat Dr. Axel Lehmann.

„Mir ist wichtig, die Integrationsarbeit in den Kreisen und kreisfreien Städten vor Ort persönlich kennenzulernen. Die Bedarfe sind in den Regionen sehr verschieden. Das müssen wir stärker berücksichtigen“, so Güler zu ihrem Besuch. „Für die bessere Vernetzung der Integrationsarbeit vor Ort sind die kommunalen Integrationszentren mittlerweile unverzichtbar“, stellte die Staatssekretärin zudem heraus. Die Landesregierung werde der kommunalen Integrationsarbeit neue Struktur verleihen und habe vereinbart, die Voraussetzung für eine auskömmliche Finanzierung der Einrichtungen aus Landesmitteln bis zum Ende der Legislaturperiode 2022 zu sichern. Dass das Geld gut angelegt sei, zeige das KI Lippe, das trotz der bisher nur kurzen Arbeitsphase von knapp fünf Jahren sehr breit und vielfältig aufgestellt sei.

Karl Eitel John, zuständiger Verwaltungsvorstand der Kreisverwaltung, wies eindrücklich darauf hin, dass die Arbeit eines kommunalen Integrationszentrums mit der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen nicht beendet sei. „Damit sind die Menschen noch nicht in die Gesellschaft integriert.“ Zudem müsse sich das KI auch um die Integration der anderen, teilweise schon länger in Lippe wohnenden, Migrantengruppen wie Südosteuropäische Zuwanderer oder die den Ruhestand erreichende Gruppe der ehemaligen Gastarbeiter kümmern.

Aus der anschließenden angeregten Diskussion nahm Güler einige Hinweise aus der Praxis ins Ministerium mit. Von der Reduzierung der behördlichen Anlaufstellen bei der Genehmigung einer Ausbildungsduldung über zusätzlichen Deutschunterricht beim Übergang in den Regelschulbereich bis zur gewünschten längeren Planungssicherheit bei der Mittelzuweisung wurden einige Möglichkeiten der Optimierung zwischen der Politik und den Aktiven in der Integrationsarbeit vor Ort ausgelotet. red

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