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35-Jährige hatte plötzlich 2500 Euro weniger auf dem Konto / 50-Jähriger wendet Schaden in letzter Minute ab

Ausgespäht: Zwei Pyrmonter Opfer von Internetbetrügern

Bad Pyrmont (red). Zwei Pyrmonter sind Opfer von Computerbetrügern geworden: Sowohl der 50-jährige Mann als auch die 35 Jahre alte Frau wollten ihre Bankgeschäfte zu Hause am Computer per „Online-Banking“ abwickeln. Beide hatten die Internet-Homepage ihrer Bank aufgesucht und ihre Geheimnummern und einen PIN-Code eingegeben. Auf dem Bildschirm tauchte dann die Sicherheitsabfrage auf, bei der eine von der Bank zur Verfügung gestellte TAN-Nummer eingegeben werden muss, um Geldgeschäfte erledigen zu können. Bei dem Versuch, den Computer zu schließen, wurde beiden Bankkunden in einem Sicherheitsfenster mitgeteilt, dass die Anwendung nicht ordnungsgemäß geschlossen werden könne. Doch auch ein zweiter Überweisungsversuch hatte dieselbe Fehlermeldung zur Folge.

veröffentlicht am 07.02.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 22:41 Uhr

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Daraufhin riefen beide Pyrmonter ihre Bank an. Was sie dort hörten, schockierte sie: Sie waren offensichtlich Opfer eines Computerbetruges geworden.

Dabei dringen Computer-Spezialisten mit einem „Trojaner“ auf die Internetseiten der Computerbenutzer und forschen die Daten der Kontoinhaber widerrechtlich aus. Mit den so gewonnenen Daten werden dann Überweisungen in Auftrag gegeben, die vornehmlich auf Konten ins europäische Ausland oder auf die Philippinen transferiert werden. Der eigentliche Ausspähungsvorgang bleibt unbemerkt. Oft fällt die widerrechtliche Abbuchung den Opfern erst durch ungewöhnliche Kontobewegungen auf.

In dem einen Fall konnte das 50-jährige Opfer durch die Kontaktaufnahme zu seiner Bank Schaden abwenden. Weniger Glück hatte die 35-Jährige: Von ihrem Konto wurden 2500 Euro auf ein Konto einer Bank in Großbritannien transferiert.

Bei der Untersuchung ihres Computers stellten die Spezialisten der Polizei fest, dass das Gerät mit einem Trojaner infiziert war.

Die Internet-Spezialisten der Polizei raten daher allen Online-Bankern zur Vorsicht: „Seien Sie gegenüber elektronischer Post und beim Surfen im Internet misstrauisch – auch, wenn die Botschaften mit bekannten Logos und in vertrauter Gestaltung aufwarten.“ Ebenso empfehlen sie, Virenscanner und zusätzliche Sicherheitssoftware wie etwa Firewalls zu nutzen, den Rechner auf dem neuesten Stand zu halten und die Update-Funktion zu nutzen. Außerdem mahnen die Fachleute: „Speichern Sie vertrauliche Daten nicht ungeschützt auf Ihrem Computer.“

Auch sollten die Sicherheitseinstellungen im Browser den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden; riskant ist das Zulassen von Cookies. Ferner raten die Ermittler: „Öffnen Sie keine Mails, wenn Sie den Absender nicht kennen und klicken Sie keine Links in E-Mails an!“

Strikte Einstellungen schränken allerdings die Bewegungsfreiheit im Netz ein.



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