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Pyrmonts Freibad wird 85 Jahre alt

Aus der Emmer ins Freibad

BAD PYRMONT. Mit einem Alter von 85 Jahren gehört das Pyrmonter Freibad zu den ersten Anlagen seiner Art in Deutschland. 1933 war die Zeit, als die Pyrmonter in der Emmer badeten, vorbei. Die Stadtwerke nehmen das Richtfest vor 85 Jahren zum Anlass, das Bad hoch leben zu lassen.

veröffentlicht am 21.05.2018 um 17:13 Uhr

Das Freibade südlich des Pyrmonter Schlosses in den 1960er Jahren. Foto: PN-Archiv
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Autor

Klaus Titze Reporter
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Es ist das reinste Freizeitidyll und zeigt Badefreuden, wie man sie sich nicht schöner vorstellen kann. Das handgemalte Werbeplakat aus den 30er- Jahren des vergangenen Jahrhunderts zeigt das Pyrmonter Freibad mit Schimmerbecken und gleich daneben Gondelteich mit Booten. Dies entsprach wohl eher dem Wunschdenken oder der Fantasie des Malers, denn so dicht dran dürfte sich das Naturgewässer wohl nicht befunden haben. Am 14. Oktober 1933 fand das Richtfest des „Schwimm-, Luft- und Sonnenbades“ statt, dass mit einem 10-Meter-Sprungturm zu den ersten Anlagen Deutschlands gehörte. Die Stadtwerke nehmen diesen bevorstehenden 85. Geburtstag zum Anlass, die Anlage, die heute unter dem Namen „Pyrmonter Welle“ firmiert, hochleben zu lassen.

Bevor das Bad gebaut wurde, hatte die Pyrmonter in Höhe des späteren Freibadgeländes die Emmer aufgestaut und zu beiden Seiten mit Holzbohlen befestigt. Hierdurch war eine Bademöglichkeit geschaffen worden. „Der damalige Hohenborner Schwimmverein, der seinen Sitz in der Hohenborner Mühle hatte, betreute diese Freizeitattraktivität“, weiß Badbetriebsleiter und Schwimmmeister Frank Tietze zu berichten.

Aber vermutlich aufgrund der Strömung soll es bei Baden mehrere Todesfälle gegeben haben. Darum habe man sich entschlossen, diese Bademöglichkeit wieder abzubauen und dafür ein Freibad zu errichten. Für die Stadtwerke ist das 85-jährige Jubiläum ein willkommener Anlass, sich bei den Besuchern mit einer Halbierung der Eintrittspreise zu bedanken, wie der kaufmännische Prokurist Jens Kaufhold betont (wir berichteten). „Das ist für dieses Jahr ein absolut attraktives Angebot. Für Frühschwimmer, die vor 9 Uhr das Freibad aufsuchen, oder für Besuche nach 18 Uhr landet man bei einem Eintrittspreis von knapp 1 Euro, sofern man zusätzlich über eine Geldwertkarte verfügt“, rechnet Kaufhold vor. Und gerade die Geldwertkarte, die anstelle der Jahreskarte eingeführt worden sei, werde ausgiebig genutzt. Seit Einführung Ende 2015 seien rund 2000 dieser Wertkarten im Umlauf.

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Ein Werbeplakat aus den 1930er- Jahren. Foto: Stadtarchiv

Seit der Einweihnung des Bades hat sich eine ganze Menge getant. „Im Laufe der Zeit wurde das Freibad permanent baulich modernisiert, um den umfänglichen Wünschen der Besucher zu entsprechen. Freibadrutsche, Sprungturm und Kinderplanschbecken sowie der liebevoll gestaltete Grün- und Ruhebereich sind Ausdruck dieser Weiterentwicklung“, so Marketingleiter Jörg Matusczyk. Hinzu komme das gesamte Hallenbadensemble inklusive Sauna und Ruhebereich.

Darüber hinaus biete das Freibad besondere Aktionen wie Schwimmkurse mit den Schulen oder dem Kinderschutzbund. Auch richtiges Tauchen mit Flaschen und originaler Ausrüstung soll in diesem Jahr wieder als Schnupperkurs angeboten werden. „Durch diese Aktionen und den Preisnachlass erhoffen wir uns auch einen entsprechenden Werbeeffekt, denn wer unser schönes Freibad kennen lernt, den können wir möglicherweise auch zukünftig als Gast gewinnen“, so Kaufhold.

Zumindest habe man das gesteckte Ziel, unter 1,9 Millionen Euro Zuschusskosten zu bleiben, in den vergangenen zwei Jahren erreicht. „Selbst im nasskalten Sommer des vergangenen Jahres war das der Fall“, so der Prokurist. Dies liege jedoch auch daran, dass man ständig bemüht, den Kostenfaktor zu minimieren. Auch in diesem Jahr werden 300 000 Euro in den Austausch alter Badewassertechnik investiert, um die laufenden Betriebskosten senken zu können. Das bringt zwar keinen Badegast mehr, lohnt sich jedoch betriebswirtschaftlich immer. Erstmals in diesem Jahr öffnet das Freibad am kommenden Samstag, 26. Mai.



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