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Am Kriegerdenkmal Hagen informiert nun eine zusätzliche Tafel mit kompletten Daten Gefallener

Aus der Anonymität geholt

Hagen. Das Kriegerdenkmal und der Platz darum herum macht inzwischen einen sehr ansehnlichen Eindruck. Angepflanzte Bäume führen den Blick zum zentralen Punkt, sogar in der beginnenden Dämmerung wird das Denkmal mit einer zusätzlich installierten Lichtanlage beleuchtet und macht so auf sich aufmerksam. „Dieser Platz ist wirklich gelungen“, hört man immer wieder von Besuchern einer kleinen Einweihungsfeier. Denn nun ergänzt eine Tafel die in Stein gehauenen Daten der im Zweiten Weltkrieg gefallenen oder vermissten Hagener Bürger.

veröffentlicht am 26.10.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:41 Uhr

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So nutzt Harald Zühlke, einer der Präsenten aus dem Hagener Freundeskreis zur Erhaltung des Mahnmals, die Gelegenheit, noch einmal den auch für die Gemeinde beschwerlichen Weg hin zum aktuellen Erscheinungsbild nachzuzeichnen. Er dankt allen Unterstützern, denen die spendeten ebenso wie denen, die Hand anlegten. Denn man müsse hier nicht nur die gesammelten Gelder, sondern auch die erbrachten Arbeitsleistungen einbeziehen. Dass er auch den Ortsrat Hagen für die Achtung des „Wählerwillens“ und der nachfolgenden uneingeschränkten Unterstützung erwähnt, lässt ahnen, dass die durch den Streit ums Mahnmal entstandenen Gräben innerhalb des Dorfes inzwischen größtenteils planiert werden konnten.

Diesen Wunsch und das hierüber empfundene Gefühl äußert auch Bad Pyrmonts stellvertretendes Bürgermeister Udo Nacke,. Zudem hob er hervor, welch hervorragendes Ergebnis an diesem Platz erzielt worden sei.

Kurt Lindhorst als Ersteller der Informationstafel bleibt es vorbehalten, nicht nur bei der Enthüllung mit Hand anzulegen, sondern auch noch einmal die Schwierigkeiten der Recherchen aufzuzeigen. Doch immerhin sei es nun gelungen, allen Hagener Einwohnern der damaligen Zeit – ganz gleich, ob sie im Kampf fielen, in Gefangenschaft starben oder auf andere Weise dem Kriegsgeschehen zum Opfer fielen, – Namen, Geburtsdaten und, soweit möglich, Sterbedatum und -ort zuzuordnen und der Gemeinde vor Augen zu führen.

Der Anbringungsort – ob Kirche, Friedhof oder am Mahnmal –sei zwar auch noch Gegenstand von Diskussionen geworden. Doch unmittelbar am Gedenkort an die Toten dieses schrecklichen Krieges sei die Tafel wohl bestens platziert.

Nach der Enthüllung drängten sich denn auch Besucher der Veranstaltung vor der Tafel, nahmen wissbegierig das Niedergeschriebene auf, ließen sich von dem Verfasser ihre Fragen beantworten und tauschten ihr Wissen aus. Das soll wohl auch der Zweck dieses Ortes darstellen, wie ein Besucher es formulierte. Denn auf diese Weise gerieten diese Toten nicht in Vergessenheit. ti



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