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Ausstellung „Zwiesprache“ lockt 1502 Besucher an, und damit ist Vanessa Charlotte Heitland zufrieden

„Aufregende Wochen“ im Museum

Bad Pyrmont. Die am Wochenende zu Ende gegangene Ausstellung „Zwiesprache“ hat 1502 Besucher angelockt. Es war die Erste in der Reihe „Moderne Kunst in alten Räumen“, die Museumsleiterin Vanessa Charlotte Heitland kuratiert hat. Sie zeigte sich bei der Finissage damit zufrieden.

veröffentlicht am 01.02.2016 um 15:58 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

VON KARIN HEININGER
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Bad Pyrmont. Sie regen an zur Zwiesprache, manche vielleicht zum Widerspruch, aber kalt lassen die Bilder von Karin Brosa und Robert Matthes aus der ersten Ausstellung der neuen Museumsleitung wohl kaum jemanden. Das zeigte sich bei der gut besuchten Finissage am Sonntag, als Museumsleiterin Vanessa Charlotte Heitland zu einem abschließenden Dialog mit der „neuen Kunst im alten Schloss“ eingeladen hatte, bevor die Gemälde und Grafiken wieder von den Wänden verschwinden.

Seit Anfang Dezember hingen die großformatigen Werke des Künstlerpaares aus Stuttgart unter dem Titel „Zwiesprache“ in der Beletage, behaupteten sich gegen Stuck und Seidentapete mit explosiven Farben und vielschichtiger, origineller, manchmal rätselhafter Darstellung. Insgesamt 1502 Besucher wurden in den knapp zwei Monaten an der Kasse gezählt, dazu gehörten auch Schulklassen und Vereine.

Ein Ergebnis, das die Museumsleiterin zufrieden stimmt. „Es waren anregende und aufregende Wochen, und ich bin traurig, dass sie nun zu Ende gehen“, bilanzierte Vanessa Heitland. Die Ausstellung sei so gelaufen, wie sie es sich vorgestellt habe, mit Dialogen der Betrachter zu den Bildern, aber auch der Besucher untereinander vor den Bildern. Eine letzte Zwiesprache gab es nun zum Abschluss der Präsentation, und daran beteiligten sich außer Heitland auch etliche Gäste.

Eine der drängendsten Fragen an die beiden Künstler, die zusammen leben und ausstellen, aber getrennt arbeiten: „Wie haben die Schlossräume auf die Werke gewirkt?“ Sowohl Brosa als auch Matthes bestätigten, dass aus dem Aufhängen der modernen Bilder in der alten Umgebung ein interessanter Kontrast und eine besondere Spannung entstehe, dass es positive Reibungsflächen gebe und die Farben anders zur Geltung kämen als an neutralen Wänden. „Aber meine persönliche Sicht auf meine Bilder hat sich dadurch nicht verändert“, schränkte Karin Brosa ein.

Immer wieder sei sie bei ihren Führungen durch die Ausstellung von Besuchern gefragt worden, wie die Künstler wohl an die oft reichhaltigen Motive der Bilder herangehen, berichtete die Museumsleiterin. „Ich habe ein festes Konzept für jedes Bild und mache mir sogar eine Skizze. Das ändert sich dann manchmal, aber die Grundidee bleibt“, erzählte Brosa. Ganz anders Matthes: „Ich habe kein Konzept und weiß anfangs oft nicht, was dabei rauskommt. Manchmal bin ich selbst überrascht von einem Bild, wenn es vollendet ist.“

Die Frage nach der Herangehensweise an die Gemälde beschäftigte auch einige Besucher, ebenso die nach den Bildtiteln, die von den Künstlern manchmal als „Wegweiser“, manchmal aber auch einfach nur willkürlich gewählt werden, wie beide betonten. „Explosiv“, „gut komponiert“, „ausdrucksvoll“, aber auch „bedrückend“ – so äußerten sich einige Teilnehmer der Finissage über ihre Eindrücke.

Auf das „Durcheinander“ auf manchen Gemälden wies die Gymnasiastin Ceren hin, die mit ihrer zwölften Klasse die Ausstellung besucht hatte. Sie wollte diesen Hinweis jedoch nicht als negativ verstanden wissen, da das titelgebende Bild „Zwiesprache“ sie besonders angesprochen habe. Ihre Freundin Kim aus der zehnten Klasse ergänzte im Gespräch nach der Veranstaltung, manche Schüler hätten sich von den Bildern auf den ersten Blick überfordert gefühlt von der Vielfalt der Motive. „Man muss sich eben richtig mit den Bildern beschäftigen“, betonte die Schülerin.



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