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Kandidaten für den Rat vereint Verehrung für den verstorbenen Bürgersinn-Gründer

Auf den Spuren von Wilfried Seibel

BAD PYRMONT. „Mit uns ist auch weiterhin zu rechnen“, hatte Adelheid Ebbinghaus im Dezember verkündet. Der „Pyrmonter Bürgersinn“ hatte kurz zuvor seinen Gründer und Motor Wilfried Seibel verloren, der im Alter von 70 Jahren gestorben ist. Die Frage stand damals im Raum, wie es mit der Wählergemeinschaft weitergeht. Ebbinghaus übernahm den Fraktionsvorsitz im Rat und setzte alles daran, eine Liste mit Kandidaten für die Kommunalwahl zusammenzubekommen – mit Erfolg.

veröffentlicht am 27.05.2016 um 16:36 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Autor:

von hans-ulrich kilian
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„Wir haben bislang acht feste Zusagen, rechnen aber noch mit weiteren“, verkündete sie jetzt. Darunter sind ein paar neue Gesichter, aber auch Bürgersinn-Mitglieder der ersten Stunde wie Gründungsmitglied Dirk Seidensticker. Den 52 Jahre alten Rettungsassistenten hatte seinerzeit Seibel angeworben und er räumt unumwunden ein, dass es damals auch eine andere Partei hätte sein können. Integration und Inklusion wären seine Themen für die Ratsarbeit. Der jüngste Bewerber ist Johannes Güse. Der 24-Jährige studiert Bau- und Umweltingenieurwesen in Hannover. Er ist der Neffe von Christian Güse (FDP), Partner in der von Ebbinghaus gemeinsam geführten Fraktion. Er will seinen Schwerpunkt auf die Jugendarbeit setzen. „Zu meiner Zeit als Schüler hatte ich nie das Gefühl, etwas bewegen zu können. Das möchte ich ändern.“ Und auch für Horst Romansky (77) wäre ein Ratssitz Neuland. Er will sich dafür einsetzen, dass die Pyrmonter in der Politik wieder mehr gehört werden, denn seiner Meinung nach werde der Bürger dort nicht ernst genommen. Wirtschaft und Gewerbe wären seine Schwerpunkte. Als Politikneuling mit dem Blick auf Pyrmonts Kulturszene ist Luisa Islam-Ali-Zade dabei. Die Opernsängerin, die ihr Alter kokett verschweigt, will sich für ein Musikfestival und ein Pyrmonter Orchester einsetzen. Die Pflegesachverständige Marina Lauterbach (57) ist im Dezember für Wilfried Seibel in den Rat nachgerückt und will auch dort bleiben. Ihre berufliche Profession will sie auch in die Ratsarbeit einbringen und hat dabei vor allem die ältere Bevölkerung im Blick. Fast alle vereint die Verehrung für den verstorbenen Bürgersinn-Gründer und fehlende Erfahrung in der Kommunalpolitik, denn bis auf Ebbinghaus (62) und Lauterbach haben sie nie ein politisches Mandat innegehabt. Über die Listenreihefolge will die Wählergemeinschaft noch entscheiden. „Wir wollen mindestens Fraktionsstärke erreichen“, lautet das von Ebbinghaus ausgegebene Ziel. „Wir haben uns vorgenommen, uns für mehr Bürgerbeteiligung einzusetzen und für die Bürger zu sprechen, die sich selbst nicht trauen.“ Als eine konkrete Aufgabe nannte sie die Erarbeitung einer „Agenda 2030“ für Bad Pyrmont.

Sechs der bislang acht Bürgersinn-Kandidaten. Lee Ann ist dafür noch zu jung. Sie ist die Tochter von Dirk Seidensticker (hinten links).foto: uk

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