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Waldlehrpfad im Bad Pyrmonter Burgwald in neuem Outfit / Fördermittel von Land und Euro-Fond

Auf Baumstämmen lassen sich Lieder spielen

Bad Pyrmont (ar). Lehrreich, spannend, einladend und ganz offensichtlich verjüngt präsentiert sich der alte Waldlehrpfad im Bad Pyrmonter Burgwald in teilweise ganz neuem Gewand. Nach der im Jahre 2008 beantragten Förderung aus dem europäischen Fond für regionale Entwicklung und vom Land Niedersachsen sowie einer Eigenbeteiligung der Stadt konnte das Stadtforstamt das Projekt in Angriff nehmen. 20 große und informative Hinweistafeln über Flora und Fauna sind bereits aufgestellt, ebenso 20 Baumhinweisschilder, die „direkt am Baum“ Erklärungen zu den verschiedenen Gewächsen liefern. „Das machen wir mit unseren eigenen Forstwirten,“ erklärt Uwe Schenkemeyer vom Stadtforstamt, „und es muss sukzessive gehen, weil diese Arbeiten neben den normalen forstwirtschaftlichen Tätigkeiten wie etwa der Holzernte erledigt werden müssen.“

veröffentlicht am 02.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 12:21 Uhr

So sehen die neuen Hinweistafeln aus, die jetzt vom Forstamt am Waldlehrpfad im Bad Pyrmonter Burgwald aufgestellt wurden.
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Dass da viel Arbeit investiert wurde und noch weiter wird, ist offenkundig. Die Hinweistafeln erstrahlen druckfrisch in soliden hölzernen Rahmen, die mit einer stabilen Ständerkonstruktion etwa einen Meter neben dem Weg im Boden verankert sind. Zusätzlich zu den neuen Tafeln werden auch die noch verwendbaren alten aufgearbeitet, konserviert, ergänzt und dann wieder aufgestellt.

Karl-Wilhelm Struck vom Stadtforst freut sich besonders über einige interaktive Neuheiten. „Wir haben ein Gestell zur Baumartenbestimmung aufgebaut, in dem zwölf verschiedene Baumarten an ihren Farben und Rindenstrukturen erkannt und ertastet werden können“, sagt er und ergänzt: „In einem zweiten Stand hängen Klanghölzer in unterschiedlicher Länge. Die können mit einem großen Klöppel angeschlagen werden und erzeugen dann, ihrer Länge entsprechend, verschiedene Töne.“ Allerdings sind die 13 wuchtigen Klanghölzer nicht gestimmt, sodass eine Melodie kaum gelingen wird. Ein dritter Stand enthält Klanghölzer gleicher Länge, jedoch aus unterschiedlichem Holz. Man erfährt gleich beim Anschlagen, dass Eiche heller klingt als Kirsche, und Birke dumpfer als Buche.

„Wir haben jedes Jahr so an die 300 Kinder im Kindergartenalter, die hier richtig etwas lernen können; und auch für Erwachsene ist der Waldlehrpfad jetzt viel interessanter,“ sagt Struck.

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Das Insektenhotel weist verschiedene Unterschlupfmöglichkeiten auf.

Ebenfalls ein Novum an der Strecke, die vom Parkplatz am Langen Grund ein Stück den Berg hinauf führt und dann links in den Burgseitenweg abbiegt, ist ein Hotel. Auf etwa halber Strecke des rund 2,5 Kilometer langen Rundweges steht es dann unübersehbar am Rand: das Insektenhotel. Geschichtete Zweige, Äste und Baumscheiben bieten Insekten aller Couleur Unterschlupf und Möglichkeiten zur Eiablage und Verpuppung. Wie man auch mit einer kleineren Ausführung seltenen Insektenarten im heimischen Garten eine Heimstatt bieten kann, wird hier im Großen demonstriert. „Wir sehen das ganze Waldgebiet vom Schellenturm über die Sennhütte bis hin zu den Erfällen als Ensemble,“ erläutert Uwe Schenkemeyer, „und da gehört der Waldlehrpfad einfach dazu.“

Ein großes Lob richtet er dabei an die Stadtforst-Mitarbeiter, die mit viel Sachverstand und Sorgfalt sowie großem Einsatz für die Realisierung gesorgt haben. Für seine Bürger, Spaziergänger, Wanderer und Kurgäste bietet Bad Pyrmont damit ein besonders lohnendes und dazu noch informatives Ziel, das bei jedem Wetter einfach Spaß macht.

Henni Geletneky probiert die Klanghölzer aus, die am Waldlehrpfad zum Musizieren einladen sollen.

Fotos: Hei (1), ar (3)



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