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Auch in der Kirche ist das Ehrenamt nicht mehr beliebt

Lügde/Bad Pyrmont (jhe). Wenn an diesem Wochenende zur Wahlurne gebeten wird, soll nicht über Politiker oder Parteien abgestimmt werden, sondern über Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte. „Wählen Sie doch mal Kirche!“, ruft das Erzbistum Paderborn alle Katholiken der insgesamt 773 Kirchengemeinden auf.

veröffentlicht am 05.11.2009 um 18:04 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 10:21 Uhr

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Auch in den Pfarrgemeinden Lügde, Falkenhagen und Bad Pyrmont sollen die Wähler über die Mitglieder der beiden kirchlichen Gremien abstimmen. „Es werden Entscheidungen getroffen, die Auswirkungen auf alle haben“, sagt Peter Hellersberg. Der Pfarrer der St-Marien-Gemeinde fügt hinzu: „Wenn es um Fragen zu den Kindertagesstätten geht, die Nutzung des Klosters, Gottesdientszeiten oder seelsorgerische Schwerpunkte, dann geht das jeden etwas an.“ Deshalb solle auch jeder Wahlberechtigte seine Stimme abgeben.

Auch wenn die Ämter im Pfarrgemeindebeirat und Kirchenvorstand laut Keinhorst sowohl vom Arbeitsaufwand als auch von den Aufgaben her „auf jeden Fall machbar“ sind, war es für die St.-Marien-Gemeinde nicht so leicht, genug Kandidaten zu gewinnen. „Bei uns ist es genauso wie in den Vereinen –  das Berufsleben ist stressiger geworden und viele haben keine Zeit mehr, sich neben der Arbeit für etwas zu engagieren“, meint Keinhorst.
 Das bestätigt auch Pastor Reinhold Schlappa: „Alles, was heute ehrenamtlich ist, ist schwierig zu besetzen.“ Trotzdem ist auch in der St.-Michael-Gemeinde Falkenhagen eine Wahl möglich: Vier Kandidaten lassen sich für drei Kirchenvorsteher-Posten wählen und acht Gemeindemitglieder kandidieren für sechs Posten im Pfarrgemeinderat.

Ein anderes Bild zeichnete sich zwar in der Pyrmonter St.-Georg-Gemeinde ab, die auch zum Erzbistum Paderborn gehört und ebenfalls Pfarrgemeinderäte wählt. Für neun Posten haben sich zwölf Kandidaten beworben. „Ich bin sehr dankbar, dass sich so viele gemeldet haben“, sagt Pfarrer Walter Heinrichsrüscher. Aber auch er weiß, dass „immer weniger Menschen für eine verantwortungsvolle, kontinuierliche ehrenamtliche Arbeit“ zu gewinnen sind.

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