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Experten dagegen skeptisch

Auch Hagenerin bestätigt Ufo-Sichtung

BAD PYRMONT. Eine Lichterscheinung ist in der Nacht zum 9. September noch von mindestens einer weiteren Zeugin gesehen worden. Die Hagenerin spricht davon, dass sich das Licht unglaublich schnell bewegt habe. Zweifel meldet dagegen die Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens an.

veröffentlicht am 26.09.2018 um 13:29 Uhr
aktualisiert am 26.09.2018 um 17:56 Uhr

Dieses Foto schoss Diana S. von der Lichterscheinung über Holzhausen. Foto: pr

Autor:

Hans-Ulrich Kilian und Juliane Lehmann
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Ihren vollen Namen möchte die Anruferin nicht in der Zeitung lesen. Aber nach der Lektüre des Artikels „Ufo über Holzhausen“ vom Mittwoch hat Elke H. das Bedürfnis, über das zu sprechen, was sie in der Nacht zum 9. September aus ihrem Fenster sah. „Vorher habe ich niemandem davon erzählt“, sagt sie. „Ich möchte ja nicht für verrückt erklärt werden.“

Die Beobachtung der Hagenerin deckt sich ihren Worten nach zeitlich fast mit dem von Diana S. Gesehenen: „Es war zwischen 1 und 2 Uhr. Aber nicht in Holzhausen, sondern eindeutig über dem Hagen“, sagt sie. „Da flog etwas unglaubliches Helles in einer Wahnsinnsgeschwindigkeit immer im Kreis herum. Um über die Dächer zu kommen, flog es dabei aber auch hoch und runter. Und es kam einmal direkt auf mich zu. Nach einer Stunde verschwand es dann in Richtung Lügde.“

Die Form des Objektes habe sie wegen dessen Tempo und Helligkeit nicht erfassen können. „Erst dachte ich, es hängt mit dem Wilbaser Markt zusammen“, sagt Elke H. Allerdings: Die Kirmes dort begann erst eine Woche später.

Auch Hans-Werner Peiniger von der Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens (GEP) e.V. aus Lüdenscheid meldete sich am Mittwoch bei dieser Zeitung. „Aus unserer Sicht ist es kein UFO“, lautet seine Ferndiagnose, nachdem er den Bericht über Diana S.s Erlebnis gelesen hatte. „Die von der Zeugin beschriebene Lichterscheinung ist unserer Meinung nach auf den Einsatz eines sogenannten Lichteffektgerätes zurückzuführen.“ Dabei handele es sich um Großscheinwerfer, die mit Xenon-Lampen ausgestattet seien und einen oder mehrere Lichtstrahlen in den Himmel richten. „Sie haben eine Leistung von bis zu 10000 Watt und ihre Reflexionserscheinungen sind bei entsprechenden Bedingungen noch aus bis zu 70 Kilometer Entfernung zu sehen“, so Peininger. „Kleinere Geräte werden vorzugsweise von Diskotheken eingesetzt. Größere Geräte werden in der Regel von den Anbietern und bei öffentlichen Großveranstaltungen wie Rockkonzerten eingesetzt, so der UFO-Experte. Er vermutet zudem, dass auf dem Foto von Diana S. ein angeblitztes Insekt zu sehen ist.

Die Holzhäuserin schließt aus, dass sie einen Scheinwerfer beobachtet hat. Eine Disco gibt es dort auch nicht. Nur im Gemeinschaftszentrum „Lindenhof“ wird ab und zu gefeiert. Allerdings fand am Abend des 8. September das diesjährige „Rock im Schloss“ statt. Das Organisationsteam wünscht sich zwar schon lange, Großscheinwerfer einzusetzen, doch bislang fehlt dafür das Geld.



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