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Beim Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz geht es um die Opfer der Nationalsozialisten

Arbeitskreis erinnert an „Nachbarn, die verschwanden“

Bad Pyrmont (red/jl). Auch in diesem Jahr organisiert der „Arbeitskreis 27. Januar“ Bad Pyrmont ein Gedenken an diesen historischen Tag, an dem im Jahr 1945 das Konzentrationslager Auschwitz befreit wurde.

veröffentlicht am 19.01.2011 um 19:50 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 20:41 Uhr

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Die Gedenkstunde wird diesmal den Menschen gewidmet, die unter der damaligen NS-Ideologie litten, ihr durch Auswanderung zu entkommen versuchten oder der Gewaltherrschaft zum Opfer fielen.

„Es waren Menschen aus unserer unmittelbaren Nachbarschaft, oft Menschen, mit denen wir schon länger in unserer Stadt lebten, mit ihnen redeten, scherzten, bei ihnen einkauften oder ihre Hilfe in Anspruch nahmen – eben unsere Nachbarn. Aber eben auch Menschen, die mit einem Mal nicht mehr da waren“, so Arbeitskreissprecher Klaus Titze.

Die offizielle Gedenkveranstaltung findet am Donnerstag, 27. Januar, um 19.30 Uhr im Musikpavillon des Humboldt-Gymnasiums Bad Pyrmont statt. Thema: „Nachbarn, die verschwanden“.

Zu der Veranstaltung lädt der Arbeitskreis auch im Namen von Bad Pyrmonts Bürgermeisterin Elke Christina Roeder ein. Neben dem Heimathistoriker Manfred Willeke aus Lügde, der anhand von Beispielen über das Schicksal dieser Menschen berichtet, werden auch Schülerinnen und Schüler des Humboldt-Gymnasiums ihre Arbeiten zu dem Thema vorstellen: Auf der Bühne wollen sie ein Gespräch mit dem ehemaligen Pyrmonter Stadtarchivar Gerhard Zastrow (83) führen. Zudem haben sie einen Videofilm zum Thema gedreht. Das Projekt betreut die Geschichtslehrerin Claudia Giefers. Die Musikschule Bad Pyrmont wird die Veranstaltung musikalisch umrahmen.

Thematisch begleitet wird das Gedenken auch durch die „Kronen-Lichtspiele“. Das Pyrmonter Kino zeigt am Sonntag, 23. Januar, um 17 Uhr den Film „Rosenstraße“. Das Melodram von Margarethe von Trotta basiert auf einer wahren Begebenheit: Im Frühjahr 1943 versammelten sich Hunderte von „arischen“ Frauen in der Rosenstraße in Berlin, um gegen den Abtransport ihrer jüdischen Männer zu demonstrieren. Nach einem verzweifelten Kampf mit den nationalsozialistischen Behörden geschah das Unglaubliche: Die Tore des Gefängnisses öffneten sich.

Mit dem Film „Rosenstraße“ – hier eine Szene mit Katja Riemann – begleiten die Kronen-Lichtspiele das Gedenken.



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