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Ausgepresst

Apfeltag in Hagen kommt dem Ort zugute

HAGEN. Die Apfelpresse war noch nicht angeworfen, da prognostizierte der Vorsitzende des Hagener Fördervereins Andreas Müller bereits ein Rekordergebnis: 3000 Liter Apfelsaft wurden in sieben Stunden aus den süßen und prallen Früchten gewonnen. „Wir hätten vielleicht sogar noch weitermachen können“, erklärte der Betreiber der Saftpresse, Wolfgang Diekmann, „aber wir brauchen drei Stunden zum Reinigen“.

veröffentlicht am 20.09.2018 um 07:30 Uhr

Pauline (links) und Luise testen einen Apfel. Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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Denn dafür muss die gesamte Maschine völlig zerlegt werden, damit sie auch am nächsten Tag wieder hygienisch einwandfrei eingesetzt werden kann.

Zum ersten Mal wurde in Hagen eine Bandpresse eingesetzt, die einen ganz anderen Durchsatz ermöglichte, als die Packpresse, mit der bislang der Saft aus den Äpfeln gequetscht wurde. „Wisst ihr noch“, leitete Müller seine Erinnerungen ein an Zeiten, als die Äpfel zunächst in Bottichen gewaschen und anschließend zerhäckselt wurden. Das Mus wurde dann schichtweise auf Platten verteilt mit Presstüchern dazwischen, um dann bis auf den letzten Tropfen ausgepresst zu werden.

Diesmal wurden die Früchte in einen Behälter gekippt, von dort gingen sie über ein Förderband in das Waschbad und wurden dann von der Maschine weiter in den Häckselturm befördert. Der Brei wurde von dort automatisch auf ein Band befördert, das ihn in eine Rotationspresse, um ihn dann als recht trockenen Trester in einem Bottich abzuladen, während der Saft in Hitzebehälter geleitet wurde, aus denen er dann in die 2,5 Liter Behälter abgefüllt wurde.

Luis probiert den süßen Schaum, während Diekmann und Andreas Müller zuschauen. Foto: yt

Dazwischen hatten vor allem die Kinder die Gelegenheit, die Produktion zu verfolgen und sich von der Qualität des Saftes zu überzeugen. „Süß, sehr sehr süß“, war die einhellige Meinung der Tester. „Die Sonne hat uns diesen Sommer eine wirklich überragende Ernte beschert“, erklärt Müller. Deshalb ist Diekmann mit seiner Presse schon völlig ausgebucht. „Zumal viele selbst mit den Früchten kommen, die die Bäume schon abgeworfen haben, weil sie gar nicht so viele tragen können.“ Aber sogar diese kleinen Früchte sind so süß, dass es um sie schade wäre. „Und das fast einen ganzen Monat vor der üblichen Zeit“, betonte Müller, dessen Förderverein selbst 200 Liter gepresst hat. „Davon werden wir an die Schule und an uns unterstützende Institutionen einige Kanister verschenken“, verriet Brunhilde Müller, „der Rest wird zugunsten des Ortes verkauft“.

Rund 40 Interessenten ließen ihre Ernte verarbeiten. Und auch die Familie Bunzel ließ Äpfel von der Löwenser Streuobstwiese für den DRK-Kindergarten auspressen.

In der Unterrichtspause waren die Grundschüler vor Ort. Sie hatten einen Apfeltag, bei dem sich nicht nur theoretisch, künstlerisch, sondern auch bei einer Kostprobe alles um das Obst drehte.



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