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„Liebesgrüße aus Nippes“ mit Peter Millowitsch im Kurtheater

Anspruchslose Kost mit Klamauk

Bad Pyrmont. Der Mensch lernt bekanntlich nie aus, und wenn sich mit dem Schwank „Liebesgrüße aus Nippes“ eine geballte Ladung Millowitsch-Laune im Kurtheater entlädt, können auch die Niedersachsen noch einiges über die Rheinländer erfahren.

veröffentlicht am 08.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 07:21 Uhr

Hauptdarsteller Peter Millowitsch (rechts) ist keine herausragen

Autor:

Karin Heininger
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Dass Nippes kein Getränk ist, sondern ein Stadtteil von Köln, darf als bekannt vorausgesetzt werden. Ebenso das heimliche Hickhack zwischen den Rhein-Metropolen Köln und Düsseldorf oder der Begriff „Bützche“ für Küsschen. Schwierig wird es nur, wenn man inmitten einer Clique Rheinländer sitzt, einige Kölsche Sprüche auf der Bühne nicht versteht und also nicht mitlachen kann. Das macht ganz schön einsam.

Fairerweise muss aber gesagt werden, dass in der großen Jubiläumstournee zu Peter Millowitschs 60. Geburtstag das Wesentliche auch für Nicht-Jecken verständlich rübergebracht wird.

Die „Liebesgrüße aus Nippes“, ein turbulentes Verwirrspiel um zwei Möchtegern-Detektive von Bärbel Schöller und Peter Millowitsch, wird zu Recht nicht als Komödie angekündigt, sondern ist ein Schwank, anspruchslose Kost mit Klamauk, in der Inszenierung von Claus Janzen immerhin unterhaltsam angerichtet.

Das schlichte Bühnenbild ist allzu offensichtlich den Bedürfnissen einer Tournee angepasst. Und wenn es schon eine Pendeluhr aus Pappe sein muss, sollten zumindest die Zeiger ab und zu auf die jeweilige Zeit gedreht werden.

Der Theaterchef und Hauptdarsteller Peter Millowitsch als Anton Schmitz macht seine Sache ordentlich, ist aber keine herausragende Persönlichkeit auf der Bühne, sondern teilt sich den Erfolg mit den Kollegen. Vor allem Dimitry Alexandrow als hektischer und chaotischer Schriftsteller Harry tobt sich nach allen Regeln der Kunst aus und ist bald Mittelpunkt des Geschehens. Carmen Heibrock ist Antons resolute Ehefrau, Melanie Steffens das charmante Töchterchen. Der Regisseur spielt den smarten Verleger Bodo Wieland, Daniela Hüthmaier seine eifersüchtige Gattin Ilse.

Der Beifall im halb vollen Kurtheater war freundlich, aber keineswegs frenetisch. Von einer „großen Jubiläumstournee“ hatten einige Besucher sicherlich auch ein bisschen mehr erwartet.



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