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Zunächst geht es um das Stadtjubiläum 2020

Anlauf zum „Kulturbeirat II“ für Bad Pyrmont

BAD PYRMONT. Bürgermeister Klaus Blome hat alle Pyrmonter Kulturschaffenden aufgerufen, sich im „Kulturbeirat II“ der Stadt Bad Pyrmont zu engagieren. Der Beirat, der am 11. Dezember im Rathaus gegründet werden soll, hat zunächst die Aufgabe, Vorschläge für das Stadtjubiläum im Jahr 2020 zu machen.

veröffentlicht am 04.12.2018 um 12:53 Uhr
aktualisiert am 04.12.2018 um 18:00 Uhr

So sah Bad Pyrmont um 1720 aus. Aus der Hauptallee und der Brunnenstraße entwickelte sich die Neustadt, aus der der spätere Kurort entstand. Zeichnung: Fürstliche Sammlung Bad Arolsen
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Kultur habe eine wesentliche Bedeutung in der Kurstadt und die Vernetzung der Kulturschaffenden werde immer wichtiger, so Blome. „Es geht dabei um ein Mitgestalten an der Zukunft dieses Ortes – und zwar ganz konkret und in absehbarer Zeit.“

Dieser zweite Anlauf geht auf einen Antrag der Gruppe 17 zurück, nachdem sich der erste Beirat im Februar dieses Jahres aufgelöst hatte, weil in der Zusammensetzung die Kulturschaffenden selber nicht vertreten gewesen waren und ein zielgerichtetes Arbeiten nicht möglich gewesen sein soll.

Zunächst soll sich das Gremium mit Vorschlägen zum 300-jährigen Jubiläum befassen, das Bad Pyrmont 2020 feiern kann. „Am 27. Juni 1720 wurde zum ersten Mal die Neustadt Pyrmont erwähnt“, so der frühere Museumsleiter und heutige Stadtarchivar Dr. Dieter Alfter, dem bei der Gründung des Kulturbeirates die Aufgabe zugedacht ist, die Entwicklung des Ortes in einem Überblick aufzuzeigen. Alfter warnt davor, das Thema nicht zu verspielen so wie es mit dem Jubiläum der Hauptallee geschehen sei. „Bad Pyrmont ist eine ganz besondere Stadt, aber wir vermarkten uns viel zu schlecht“, formuliert er seine Erwartung an das Jubiläumsjahr und fordert eine wesentlich professionellere Öffentlichkeitsarbeit. „Beim Jubiläum dürfen wir auch die Ortsteile und unsere Nachbarstadt Lügde nicht vergessen.“

Ratsmitglied Matthias Schlüter (SPD) erhofft sich vom Kulturbeirat Ideen für das Jubiläum und betont die Möglichkeit zur Identifikation mit der Stadt. „Die Kulturschaffenden bekommen die Chance, selber aktiv zu werden“, wirbt auch er um eine Teilnahme. Stefanie Plaul von „Wir für Pyrmont“ betont, dass dem Beirat keinerlei Vorgaben gemacht werden dürften. „Die Mitglieder können selber kreativ werden.“ Das sieht auch Monika Brinkmann-Muchow so, die den ersten Beirat zu Fall gebracht hatte. „Die Politik kann nicht die Kultur bestimmen.“ Doch welche Möglichkeiten soll der Beirat bekommen? „Er sollte Rederecht im Kulturausschuss haben“, meint der CDU-Fraktionsvorsitzende Udo Nacke, lässt aber zugleich keinen Zweifel daran, dass die Stadt Veranstalter des Jubiläums sei. Sie könne sich nicht von diesem Auftrag befreien und müsse Vorgaben machen, was sie erwarte. Der Bürgermeister sieht das ähnlich. „Den Rahmen für das Jubiläum muss die Stadt setzen. Das ist schließlich auch eine finanzielle Frage.“

Zunächst wird es darum gehen, dass sich das neue Gremium organisiert und darüber informiert wird, welche Aufgabe es zunächst übernehmen soll. Außerdem wird ein Sprecherrat oder Koordinationskreis gebildet, der Kontakt mit der Stadtverwaltung hält. Ihm werden als Ansprechpartner Bürgermeister Klaus Blome und der Fachbereichsleiter Tobias Honka zur Verfügung stehen. „Ich fordere ausdrücklich alle Kulturschaffenden Bad Pyrmonts aus allen Ortteilen zur Mitarbeit auf – egal ob Institutionen und Vereine oder Einzelpersonen“, so der Bürgermeister. Ihm sei es wichtig, so viele wie möglich erreichen und nicht nur die ohnehin bekannten Akteure.

Die Sitzung findet am Dienstag, 11. Dezember, um 18 Uhr im Ratssaal des Pyrmonter Rathauses statt.

Mein Standpunkt
Hans-Ulrich Kilian
Von Hans-Ulrich Kilian

„Kulturbereit II“ – es war Bürgermeister Klaus Blome, der diesen Ausdruck benutzte und damit zugleich das Risiko beschrieb. Denn jetzt muss gelingen, was im ersten Anlauf scheiterte. Eine dritte Chance wird es nicht geben. Einst war der Beirat gedacht, um die Kultur der Kurstadt voranzubringen. Wenn er jetzt für das Stadtjubiläum gefragt ist, dann kann und soll das nur ein Anfang sein. Und das wiederum kann nur gelingen, wenn Rat und Verwaltung den Kulturbeirat II ernst nehmen.



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