weather-image
23°

Die Stadt hielt wegen der Baustelle bisher still, will nun aber Verstöße ahnden

Anarcho-Parken schwer in Mode

Lügde (jl). Verkehrstechnisch befindet sich Lügde bekanntlich seit zwölf Wochen in einem gesteigerten Ausnahmezustand. Der Hauptgrund ist – was sonst: der Umbau der Mittleren Straße. Allerdings werden die Lügder, die im Herzen der Stadt von A nach B gelangen wollen, im Zuge der Pflasterarbeiten nicht nur von immer wieder wechselnden Straßensperrungen und -öffnungen überrascht. Auch die Autofahrer selber tragen zu der Situation bei, die mancher schon als nerviges Chaos empfindet.

veröffentlicht am 28.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 19:41 Uhr

270_008_5856386_pn304_2809_3sp_jl_Parkverbot_5367.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Wer nämlich derzeit in der Mittleren Straße unterwegs ist, stellt fest: Die Autos parken hier zu Stoßzeiten dicht an dicht – auch da, wo sie das gar nicht dürfen. Die mit einer speziellen Pflasterung ausgewiesenen Stellflächen interessieren nicht jeden – vielleicht auch, weil die dunklen Umrandungen nur aufmerksamen Augen auffallen.

Usus ist derzeit: Wer in ein Geschäft will, parkt davor. Weil das die Autofahrer jetzt auf beiden Seiten tun, wird‘s häufig ziemlich eng. Und mancher nimmt im Vorbeifahren plötzlich wütend mit den Armen fuchtelnde Fahrer wahr, die mit ihren Autos unentdeckt hinter einer langen Schlange geparkter Wagen halten müssen, weil der Gegenverkehr ihnen minutenlang keine Chance zum Fortkommen lässt.

Bisher hat man den Anflug von Anarchie im Parkverhalten der Lügder im Rathaus zwar registriert, aber noch nichts unternommen. Denn, so sagt Manfred Engel aus dem Ordnungsamt: „Wir haben beide Augen zugedrückt, weil die Anlieger durch die Bauarbeiten schon genug belastet sind.“ Was sein Chef, Bürgermeister Heinz Reker, bestätigt. „Wir haben uns da bislang zurückgehalten. „Aber inzwischen hat das Wildparken so zugenommen, dass wir es nicht mehr so laufen lassen wollen.“

Dem Konzept nach soll die Mittlere Straße künftig – als Tempo-30-Zone – mit möglichst wenigen Verkehrsschildern auskommen. Ein paar werden sich jedoch nicht vermeiden lassen. Um deren Auswahl und Platzierung rechtssicher zu gestalten, hat Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Köhne demnächst einen Termin mit dem Straßenverkehrsamt des Kreises Lippe. Spätestens, wenn die offenen Fragen geklärt seien, werde die Stadt auch den ruhenden Verkehr der Mittleren Straße verstärkt kontrollieren, stellt Bürgermeister Reker in Aussicht. „Dann werden auch Verwarngelder fällig.“



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?