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Samstag wird die Wanderausstellung „Deutsche aus Russland – Geschichte und Gegenwart“ eröffnet

Als Katharina die Große deutsche Siedler anlockte

BAD PYRMONT. Die Wanderausstellung „Deutsche aus Russland – Geschichte und Gegenwart“ mit dem Leitgedanken „Wurzeln schlagen und die Gesellschaft stärken“ macht vom 27. August bis 18. September Halt in der ev.-lutherischen Kirche in der Friedrichstraße in Bad Pyrmont. Die von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland mit Sitz in Stuttgart präsentierte Ausstellung zeigt das wechselvolle Schicksal und illustriert die Historie und die kulturelle Verknüpfung der Russlanddeutschen mit dem riesigen Land. Sie dokumentiert auch, wie die Rückkehrer unter oftmals schwierigen Bedingungen in Deutschland wieder Fuß fassten, ihre Integration in die Nachkriegsgesellschaft geschafft haben.

veröffentlicht am 24.08.2016 um 20:51 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:30 Uhr

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Projektleiter Jakob Fischer, selbst Deutscher aus Kasachstan, führt nach Grußworten von Pastorin Jutta Ostermann und Bürgermeister Klaus Blome mit einer PowerPoint-Präsentation in die Ausstellung ein und zeigt auf Großleinwand Kurzfilme über die Geschichte und Integration der Deutschen aus Russland. Er informiert über die Geschichte dieses leidgeprüften Volkes, benennt Beispiele von Zusammenleben, von glücklichem Ankommen, von neuen Wurzeln, neuer Heimat, verständnisvollem Miteinander.

Wir gestatten „allen Ausländern, in unser Reich zu kommen, um sich in allen Gouvernements, wo es einem jeden gefällig, häuslich niederzulassen.“ Mit diesem Aufruf lockte Zarin Katharina 1763 vor allem Tausende Deutsche ins russische Reich. Die Aussichten waren vielversprechend: Ein Stück Land, wo immer sie es wünschten, freie Glaubenswahl, die Freistellung vom Militärdienst, Selbstverwaltung. Viele deutsche Siedler machten sich auf den Weg, die meisten von ihnen ließen sich an der Wolga nieder. Die Integration der Russland-Deutschen kam zwar nur langsam voran, aber sie fand statt. Doch mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden die Untertanen des Zaren plötzlich wieder zu Deutschen und damit zu „Volksfeinden“. Hunderttausende kamen in den 1990er Jahren zurück in das Land ihrer Vorfahren, nach Deutschland. Dokumentiert wird auch, wie die russlanddeutschen Rückkehrer unter oftmals schwierigen Bedingungen hier wieder Fuß fassten. Die Ausstellung wird am Samstag, 27. August, um 19 Uhr, eröffnet. Am Sonntag, 28. August, findet um 10 Uhr in der ev.-luth. Kirche Bad Pyrmont ein von Pastorin Jutta Ostermann gestalteter Themengottesdienst anlässlich des 75. Jahrestages der Vertreibung der Deutschen in der ehemaligen Sowjetunion statt.

Für Rückfragen und Anmeldung für Führungen durch die Ausstellung steht Jakob Fischer zur Verfügung (0171/4034 329, E-Mail: J.Fischer@LmDR.de).



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