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Konzertmanager Fritz Rau liest im Kurtheater aus seiner Biografie, geizt aber mit Anekdoten über Stars

Als der Wellensittich sich in Jimi Hendrix’ Locken verfing

Bad Pyrmont. Er hat sie alle erlebt, die Künstler der populären Musikszene – von Marlene Dietrich bis Harry Belafonte, von Mick Jagger bis Joan Baez. Fritz Rau (80), Konzert-Veranstalter aus Leidenschaft, hat viel zu erzählen aus seinem Leben hinter den Kulissen. Und das tat er ausführlich im Kurtheater, wenn auch vor einem spärlichen Publikum. Seine Biografie ,,50 Jahre Backstage“ ist zugleich eine Hommage an viele bekannte Künstler und an die Musik, die Grundlage war für seine Karriere. Vor allem dem Blues gilt seine Liebe. Denn den hat Fritz Rau aktiv ausgeübt – wenn auch, wie der Kontrabass-Spieler selbst einräumt, mehr schlecht als recht. Aber immerhin so intensiv, dass er Eingang fand in die Frankfurter Jazz-Szene der Nachkriegszeit.

veröffentlicht am 07.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 18:41 Uhr

Fritz Rau

Autor:

Karin Heininger
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Zeitweise agierte er zweigleisig, als examinierter Jurist und als Konzertmanager. Bis er sich schließlich mit Leib und Seele und mit großem Erfolg an der Seite seines zahlungskräftigen Kompagnons Horst Lippmann der leichten Muse der Musik verschrieb.

Es war ein bewegtes Berufsleben, wie Rau auf der Bühne erzählte. Und doch wartete man bei dieser Veranstaltung vergeblich auf mehr Insider-Wissen, Anekdoten und kleine Erlebnisse mit den großen Stars. Dass der Wellensittich seiner kleinen Tochter sich einmal in der Lockenpracht von Jimi Hendrix verfing und dass Bruce Springsteen einen handfesten Schnell-Imbiss der feinen Küche vorzog, war so ziemlich das Privateste, das Rau von sich gab. Auch wenn sein Leben an sich schon spannend war – mit mehr persönlichen „Histörchen“ der berühmten Künstler hätte der Abend wohl mehr Würze gehabt. Fritz Rau zur Seite saß und stand der hervorragende Gitarrist und Sänger Jürgen Schwab. Er interpretierte künstlerisch das, was dem Konzertmanager als Geist jener Zeit unvergessen bleibt. Und zum Schluss widmete er ihm sein neues, liebevoll-ironisches Lied ,,Der alte Fritz“.

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