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Landestheater Detmold fasziniert mit Märchen aus 1001 Nacht

Aladin hält alle in Atem

BAD PYRMONT. Der Lärmpegel im Konzerthaus ist gewaltig: Etwa 700 Kinder warten gestern auf den Beginn der Märchenvorstellung „Aladin und die Wunderlampe“. Eine große Geduldsprobe, denn manche sitzen hier schon fast eine Stunde, sie sind klassenweise so früh gekommen, um gute Plätze zu erwischen.

veröffentlicht am 23.11.2016 um 09:19 Uhr

Märchenhaftes Bühnenbild: In den Orient, zu Aladin und die Wunderlampe, entführte die Aufführung des Landestheaters Detmold. Foto: Hei
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Karin Heininger Reporterin
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Ein Umstand, der eine junge Lehrerin nervt. „Warum kann man nicht die Plätze reservieren, wie das bei anderen Vorstellungen auch ist?“ Eine Kollegin von ihr sieht vor allem den Vorteil der zwei Aufführungen durch das Landestheater Detmold: „Früher mussten wir mit den Kindern nach Hameln oder Detmold ins Theater fahren, jetzt wird uns hier die Möglichkeit gegeben, den Kindern ein solches Erlebnis zu bieten.“

Als hätte jemand einen Schalter umgelegt, wird es plötzlich mucksmäuschenstill im Saal. Der Vorhang hat sich geöffnet und gibt den Blick frei auf ein ungewöhnliches Bühnenbild (Lena Brexendorff). Wie selbst gebastelt oder von Kinderhand gezeichnet, nehmen sich der Sultanspalast, die Umgebung und das Elternhaus von Aladin aus. Eine Kulisse, die einen kindgerechten Erlebnisraum aus dem Orient schafft. Etwas arg laut ist am Anfang die Musik (Andreas Jören) aus der Konserve, die das ganze Stück begleitet. Später spielt sich auch das ein und bildet einen stimmigen Hintergrund, mit Melodien, die ins Ohr gehen.

Die Geschichte von Aladin (Thomas Ehrlichmann) zieht die Jungen und Mädchen schnell in ihren Bann. Von seiner Umwelt verschrien als „Taugenichts“, lässt es sich der Knabe in seiner „Pension Mama“ gut gehen, bis ein angeblich reicher Onkel (Nils Willers) kommt und ihm unverhofftes Vermögen verheißt. Dass der in Wirklichkeit ein Gauner ist, der mit Aladins Hilfe nur an eine Wunderlampe gelangen möchte, merkt der junge Mann (fast) zu spät.

Foto: hei
  • Foto: hei

Inzwischen hat er Heiratsabsichten: Niemand Geringeres als eine Prinzessin (Wenja Imlau) soll es sein. Doch weil die Schöne auch ihn liebt und weil das Ganze ja ein Märchen aus 1001 Nacht ist, gibt es natürlich ein Happy End, und der böse Onkel verschwindet für immer von der Bildfläche.

Regisseur Valentin Stroh hat viele pfiffige Ideen in dem Stück verwirklicht. Thomas Ehrlichmann und Wenja Imlau spielen ihre Figuren frisch und modern, Nils Willers und ebenso der Darsteller Adrian Thomser sind in mehreren Rollen zu sehen und gefallen durch kleine charakteristische Besonderheiten. Als Aladins Mutter agiert Stephanie Pardula; der Geist, der aus der Lampe kommt, wird als Dreigestirn geheimnisvoll verkörpert.

Die jungen Zuschauer verfolgen aufmerksam und gespannt das Geschehen und nehmen jeden Gag zum Anlass für ein kräftiges Lachen. Besonderen Spaß haben sie, als Aladin seiner Mutter erklärt, dass er die Prinzessin heiraten will und auf ihr entsetztes „Bist du verrückt?“ ganz gelassen antwortet: „Nein, ich glaube, ich bin verliebt.“ Zum Schluss gibt es dann kräftigen Applaus für die Akteure.



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