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Die begeisterungsfähige Pyrmonterin hat ihr Ziel, die Spelunke als Kulturzentrum zu erhalten, nicht aufgegeben

Adelheid Ebbinghaus hat eine Mission

BAD PYRMONT. Eigentlich sollte schon längst alles in trockenen Tüchern sein. Eigentlich. Doch die Gründung eines Fördervereins „Otto Dohse & Friends“, der sich um den Erhalt der „Spelunke“ als kultige Jazzkneipe und die „Schloss-Weinstube“ kümmert, ist ganz mächtig in Verzug geraten. Doch aufgegeben hat sie noch nicht.

veröffentlicht am 04.02.2019 um 12:54 Uhr
aktualisiert am 04.02.2019 um 18:20 Uhr

Der sonntägliche Jazz-Frühschoppen in der „Spelunke“ mit Otto Dohses Band genießt Kultstatus. Die Gäste kommen aus einem weiten Umkreis. Foto: Hei
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Im Gegenteil. Das Vorhaben sei in einer „intensiven Phase“ berichtet sie jetzt im Gespräch mit dieser Zeitung.

„Als ich Anfang 2018 davon hörte, dass Otto und Christa Dohse zumachen wollten und es keinen Nachfolger gibt, da habe ich ganz spontan den Entschluss gefasst, etwas dafür zu tun, damit dieser Ort als ein Ort für gute Livemusik erhalten bleibt“, erinnert sie sich. Ein Jahr später ist ein wenig Ernüchterung eingekehrt. „Ich habe nicht geahnt, auf welche unglaublichen Hindernisse ich stoßen werde“, räumt sie heute ein, dass sie damals vielleicht ein wenig vorschnell und naiv gewesen sei. Mit drei Architekten habe sie gesprochen, mit einem Steuerberater, dem Bürgermeister und auch – natürlich – mit zwei Brandschutzexperten. „Das hat mich schon sehr viel Zeit und Mühe gekostet, denn ich will es gründlich und solide machen“, betont sie und lässt Begriffe wie „Mammutaufgabe“ und „Herausforderung“ fallen und dass es starker Partner bedürfe.

Doch die begeisterungsfähige Pyrmonterin, die auch für den „Bürgersinn“ eine Wahlzeit im Rat der Stadt saß und den Pyrmonter Heimatbund leitet, hatte damals durchaus Anlass für Optimismus. Gut 150 Unterschriften von potenziellen Unterstützern sammelte sie damals auf die Schnelle ein und sie sei sich auch heute noch sicher, auf diese Leute zurückgreifen zu können, etwa dann, wenn es darum geht, den Vorstand eines Fördervereins zu gründen: „Das ist überhaupt kein Problem“, betont sie. Der solle sich um gute Musik – nicht nur Jazz – kümmern, das musikalische Profil vertiefen und erweitern und auch die Musik von Otto Dohse pflegen. Ein Verein als Wirtschaftsunternehmen sei jedenfalls nicht geplant.

Als Vorsitzende des Heimatbunds hatte Adelheid Ebbinghaus kürzlich Otto Dohse als Musiker eingeladen. Foto: Hei

Doch bevor es so weit ist und aus dem Gebäue an der Schlossstraße ein „Ort kultureller Begegnung“ – so ihr erklärtes Ziel – werden kann, muss erst einmal die wirtschaftliche Basis für den Betrieb der Lokale gesichert sein. Dass dies der Knackpunkt der Pläne ist, überrascht nicht. Und dass es letztendlich dabei auch um Geld geht, genauso wenig. Ebbinghaus spricht von einem „sehr interessanten Mann“, der sich für die Lokale interessiere, sie zwar nicht kaufen oder pachten wolle, wohl aber Interesse an einer Betriebsführung habe. Genauer lässt sie sich nicht in die Karten schauen, denn perfekt sei das alles noch nicht. „Wenn das klappt, dann ist das ein Knaller für Bad Pyrmont und ein spannendes Konzept“, macht sie neugierig. Doch wie gesagt: Da die Finanzierung noch ungeklärt ist, sind das ungefangene Fische. „Es gibt Gespräche mit Banken, aber ich kann zurzeit beim besten Willen nicht sagen, ob und wann etwas daraus wird“, sagt sie.

Und warum kniet sie sich so in diese Aufgabe, macht sie zu ihrer Mission? Drei Gründe nennt Adelheid Ebbinghaus, ohne groß zu zögern. „Aus Freundschaft zu Otto und Christa Dohse, aus Verbundenheit zu Bad Pyrmont und weil man so ein Kultlokal nicht so einfach abschließen kann.“



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