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Das ist Dach „im Wesentlichen dicht“

Action auf der Schul-Baustelle

BAD PYRMONT. Zunächst stand sie für heute im Plan – die „Inbetriebnahme Neubau“ des Humboldt-Gymnasiums. Aber der Termin verschiebt sich bekanntlich um knapp zwei Wochen. Nach aktuellem Stand soll der Unterricht im Neubau am 23. Mai beginnen. Also nicht einmal 18 Monate nach Abrissbeginn der ersten alten Gebäude. Die offizielle Eröffnung ist dann laut Bürgermeister Klaus Blome für den 25. Juni, 14 Uhr, geplant.

veröffentlicht am 10.05.2018 um 14:02 Uhr

Handwerker im Endspurt: Fliesenleger Olaf Ernst sägt eine Fliese für die Toiletten zu. Foto: yt
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Die kurzzeitige Verzögerung nennt der von der Stadt für das Projekt als Bauherrenvertreter eingekaufte Dipl.-Ing. Josef Freitag „nicht weiter dramatisch“. Die Bauzeit ende offiziell ohnehin erst am 31. Oktober. „Es ist schon viel da“, sagt er mit Blick auf die Baustelle. „Aber es muss auch noch viel gemacht werden.“ Deshalb geht er davon aus: „Wir werden mit Rumpeln einziehen.“ Ausstehende Restarbeiten würden dann im Sommer erledigt.

Die Handwerker vor Ort haben nun den Dienstag nach Pfingsten fest im Blick. Weil bis dahin noch diverse Restarbeiten zu erledigen sind, ruhte die Baustelle an Himmelfahrt nicht. Und auch am Wochenende werden vor allem die Elektriker und Heizungsbauer, aber auch Kollegen aus anderen Gewerken, allerhand zu tun haben. Denn bislang sind nicht alle Lampen angebracht, und diverse Steckdosen fehlen ebenfalls noch. Die Toiletten müssen bis zum Einzug der Schüler und Lehrkräfte auf jeden Fall benutzbar sein. Immerhin: Die Gasanlage im Chemieraum steht.

Ein anderes Problem scheint dagegen nicht so einfach in den Griff zu bekommen: Das Dach der nagelneuen Schule ist undicht. „Es ist unter Beobachtung“, drückte es Freitag in der jüngsten Bauausschusssitzung diplomatisch aus. Bei einer Leckage-Prüfung seien „30 stecknadelkopfgroße Löcher gefunden“ worden. Freitag erklärte sie unter anderem damit, dass auf dem Dach „einer mal ‘ne Schraube fallengelassen“ habe. Andere Schadstellen seien an Schweißnähten aufgetreten. Nachdem die identifizierten Mini-Lecks nun abgedichtet seien, suchte der Ingenieur die Politiker im öffentlichen Sitzungsteil zu beruhigen: Das Dach sei jetzt „im Wesentlichen dicht“.

Im November wurde die Umluftanlage auf das Dach des Neubaus gesetzt. Die Abdichtung erfolgte mit Bitumenbahnen und Polystyrol. Stammt die Feuchtigkeit in der Dämmung aus dieser Zeit? Foto: Rembrandt Flights

Später, im nichtöffentlichen Teil, soll der städtische Bauüberwacher dann ergänzt haben, dass das Dämmaterial unter der äußeren Flachdach-Eindeckung feucht sei.

Die Dämmung besteht, über einer Schicht Bitumenbahnen, aus Polystyrol-Platten. Nicht auszuschließen, dass die Feuchtigkeit bereits im vergangenen Spätherbst und Winter unters Dach kam. Denn Mitte November wurde die Umluftanlage bei feuchtem Wetter im Stahlbeton verschraubt. Da könnte der eng getaktete Bauzeitenplan also schlichtweg schlecht zur Witterung gepasst haben.

Noch im öffentlichen Sitzungsteil wollten die Politiker Rudi Leinhart (CDU) und Hans-Herbert Webel (SPD) mehr wissen über das Problem. Als Josef Freitag auf die am kommenden Dienstag anstehende Bauabnahme zu sprechen kam, unkte Leinhart: „Danach haben wir das an der Backe.“ Doch da hat der Bauherrenvertreter vorgesorgt, wie er versicherte. „Die Abnahme des Daches haben wir zurückgestellt.“

Das Thema könnte die Bau-Verantwortlichen, aber auch die Politiker also durchaus noch eine Weile beschäftigen. Inoffiziellen Informationen aus der Politik zufolge soll nun ein externer Sachverständiger das Schuldach im Auftrag der Stadt begutachten.



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