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Neuer Kübel für die älteste Palme

Achttonner „Leo“ umgetopft

BAD PYRMONT. Eine Palme muss umgetopft werden. So etwas kann für die Gärtner des Staatsbades Pyrmont eine ganz andere Herausforderung darstellen, als die üblichen Frühjahrsaktionen, denen sich derzeit auch viele Hobbygärtner widmen. Das liegt vor allem an dem ganz besonderen Gewächs, das hier den Kübel wechseln muss:

veröffentlicht am 17.04.2017 um 19:33 Uhr
aktualisiert am 18.04.2017 um 09:01 Uhr

Präzisionsarbeit mit Kran und Gabelstaplern: Die über 300 Jahre alte, acht Tonnen schwere Palme „Leo“ wird in ihren neuen Topf umgesetzt. Foto: yt
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Autor

Carlhermann Schmitt Reporter
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Mit einem Alter von mehr als 300 Jahren ist es die wohl älteste Palme im Kurpark von Bad Pyrmont. Die Menschen haben ihr sogar einen Namen gegeben: „Leo“.

„Wir haben schon vor Jahren ein Substrat genau für unsere Bedürfnisse entwickeln lassen, das einen Kompromiss darstellt für unsere Palmen und Kübelpflanzen“, erklärt der Chef-Gärtnermeister des Staatsbads, Michael Mäkler, dass es im Zusammenspiel mit den vielen unterschiedlichen Standortfaktoren nicht unbedingt auf das letzte Prozent in der Zusammensetzung der Erde ankommt. Das Substrat ist zu 60 Prozent mineralisch. Der Humusanteil enthält die Nährstoffe, die für die Pflanze wichtig sind. Darüberhinaus ist die Erde schwer genug, damit die über zehn Meter hohe Pflanze auch bei stärkerem Wind stabil steht. Außerdem muss der Boden das Wasser gut, aber nicht zu lange speichern, damit die Wurzeln nicht faulen. Der neue Topf ist ein vom Staatsbad speziell entwickelter Großkübel mit einer Kantenlänge von 1,6 Metern.

Die rund acht Tonnen schwere Palme in diesen neuen Kübel zu setzen, ist eine Herausforderung der besonderen Art: „Dafür haben wir einen speziellen Gabelstapler angemietet, der diese Last bewältigen kann. Der Stamm ist an einen Lastkran gebunden. Allerdings nicht, um daran zu ziehen, sondern nur, um sicherzustellen, dass er nicht umkippt.“

Michael Mäkler und Reiner Leitsmann füllen den Kübel mit dem Spezialsubtrat des Staatsbads auf. Foto: yt
  • Michael Mäkler und Reiner Leitsmann füllen den Kübel mit dem Spezialsubtrat des Staatsbads auf. Foto: yt

Gegen 10 Uhr ist es dann soweit: Der alte Kübel ist entfernt. Die Wurzeln der Palme stehen in Tragegurten, die zehn Tonnen unbeschadet aushalten können. Der Gabelstapler hebt die Gurte an, die Palme schwebt in 1,8 Meter Höhe, dann wird der neue Kübel von einem weiteren Gabelstapler unterhalb der Wurzeln in Position gebracht und die Palme abgesenkt. Reiner Leitsmann hat noch ein paar Bretter auf den Kübelboden gelegt, so dass zum Abschluss die Tragegurte unter der Palme herausgezogen werden können. „Kerzengrade“, befindet ein Zuschauer, stehe die Palme nun in ihrem neuen Kübel, in dem sie bald ihr Sommerquartier im Palmengarten beziehen wird.

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