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Gemeinde würdigt Pastorin Wibke Lonkwitz

Abschied mit Wehmut

Hagen. Gemeinsamer Gesang, Gebete und die lockere, fast fröhliche Atmosphäre konnten in der Kapelle „Zum guten Hirten“ auf dem Hagen nicht über die Wehmut hinwegtäuschen. Die evangelische St.-Johannes-Kirchengemeinde Holzhausen/Hagen verabschiedete ihre Pastorin Wibke Lonkwitz – und auf beiden Seiten gab es das bekannte lachende und weinende Auge. Seit 2009 hatte die Pastorin die Gemeinde in unruhigen Zeiten unterstützt, hatte getauft, konfirmiert, getraut und gepredigt. „Da gab es in der Gemeinde viele Vorkommnisse und Geschichten mit Erinnerungswert, herzerwärmend und auch traurig“, zog Wibke Lonkwitz von der Kanzel Bilanz. „Und das ist ein unvergängliches Erbe, das ich im Herzen mitnehme.“ Viel war in den letzten sechs Jahren in der Gemeinde geschehen und von ihr begleitet worden, wie beispielsweise die Seniorinnen und der Besuchsdienstkreis.

veröffentlicht am 05.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:35 Uhr

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Es entstanden darüber hinaus neue Gruppen und Kreise, der Kirchenvorstand änderte sich, und bauliche Veränderungen kamen zum Abschluss. An der Hamelner Handelslehranstalt und der Eugen-Reintjes-Schule unterrichtete sie als Berufsschulpastorin und hatte als Seelsorgerin die Zuständigkeit für beide Schulen. Die vielen gesammelten Erfahrungen, die Zusammenarbeit besonders mit den Ehrenamtlichen und das gegenseitige Vertrauen beeindruckten sie sehr. „Ich bin froh und stolz, dass ich diesen Weg mitgehen durfte“, sagte Wibke Lonkwitz sichtlich gerührt und bewegt.

Superintendent Philipp Meyer thematisierte zum Abschied Nachdenkliches und Tröstliches. „Ein Abschied ist wie ein kleiner Tod, doch darin liegt auch immer wieder ein Neubeginn. Wie hier auf Ihrem Weg in einen neuen Lebensabschnitt.“ Spontaner Beifall brandete auf, als Meyer bedauernd sagte: „Ich hätte Sie gerne hierbehalten!“ So sahen es ebenfalls die verschiedenen Laudatoren aus den Gruppen, dem Gemeindebeirat und dem Kirchenvorstand, die mit kleinen Präsenten ihren Dank für das von Wibke Lonkwitz gezeigte Engagement ausdrückten. Auch ihre Kolleginnen Bettina Burghardt, Jutta Ostermann und Ira Weidner schlossen sich mit etwas Wehmut dem Dank und den guten Wünschen an. Für die katholische St.-Georg-Gemeinde dankte Pfarrer Wilfried Neumann für die gute Zusammenarbeit und gelebte Ökumene.

In ihrer vom Hagener Chor „Cantabile“ umrahmten Predigt beschrieb Wibke Lonkwitz, wie man an Worten und Taten einen Christenmenschen erkennt. Und es war eigentlich die genau passende Beschreibung für diese beliebte dynamische und zupackende Pastorin, die im Anschluss zu einem Empfang lud, bei dem sie sich persönlich von ihren liebgewonnenen Gemeindemitgliedern verabschiedete.ar

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