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Wiener Ensemble bietet Operetten-Potpourri

Abends ins Maxim mit der Csardasfürstin

Bad Pyrmont. Wenn die ganze Welt himmelblau ist, man sich Rosen in Tirol schenkt und der Tenor abends ins Maxim geht, dann ist Operette angesagt. Das kann das hier bekannte und beliebte Operamobile aus dem regionalen Bereich sein, oder, eine Kategorie anspruchsvoller, ein Ensemble aus Wien, so wie es jetzt zum wiederholten Male im Bad Pyrmonter Konzerthaus gastierte.

veröffentlicht am 05.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 13:21 Uhr

Ein Liebespaar wie aus dem Bilderbuch der Operette: Ulrike Stein

Autor:

Karin Heininger
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Für Buch und Regie der Produktion „Die ganze Welt ist himmelblau“ zeichnet Antje Karon verantwortlich. Die übrige Besetzungsliste liest sich wie ein kleines Familienunternehmen. Für die musikalischen Arrangements sorgte Wolfgang Ortner, die Leitung und der Violin-Part des Instrumental-Ensembles liegt in den Händen von Barbara Ortner, und als Solotänzer ist der junge Alexander Ortner dabei. Gemeinsam mit seiner zierlichen, anmutigen Partnerin Karoline Kögl bereichert er die gesangliche und schauspielerische Darbietung auf der Bühne mit einigen für eine Operette durchaus anspruchsvollen Ballett-Einlagen (Choreografie Lia Burger).

Stimmlich hat das Ensemble einiges zu bieten. Vor allem die Kammersängerin Ulrike Steinsky bringt mit ihrem angenehm klingenden Sopran die bekannten Lieder zum Strahlen, und gemeinsam mit ihrem stimmkräftigen Partner Alois Haselbacher stellt sie das klassische Liebespaar der Operette überzeugend dar. Über einen sehr schönen Vollblut-Bariton verfügt Fermin Montagud, und Victor Schilowsky als Balldirektor übernimmt den komischen Part des Buffo-Sängers.

Mitunter übertrieben und ziemlich albern

Antje Karon und Lia Burger als niedliche Grisetten stricken eifrig an dem roten Faden, der die Arien miteinander verbindet. Manchmal allerdings übereifrig, denn die beiden übertreiben oft gewaltig und wirken dabei ziemlich albern.

Beiträge aus „Fledermaus“, „Zigeunerbaron“, „Csardasfürstin“, „Lustige Witwe“ und anderen bekannten Operetten, zu denen das im Konzerthaus aufgebaute Bühnenbild mit raffinierter Perspektive gut passt, werden von dem Ensemble mit guter Laune und Spielfreude umgesetzt. Es war ein Abend zum Schwelgen in alten vertrauten Melodien, ganz nach dem Geschmack des Publikums.

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