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Untersuchungen zeigen weiteren Handlungsbedarf auf

Ab Oktober wird am Fakesch-Gelände erneut saniert

BAD PYRMONT. Voraussichtlich im Oktober werden am Standort der ehemaligen chemischen Reinigung Fakesch an der Gutenbergstraße als auch im gesamten Grundwasserabstrom bis zur Emmer weitere Sanierungsmaßnahmen notwendig.

veröffentlicht am 15.09.2017 um 15:41 Uhr

Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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,Der Landkreis teilt mit, dass der Grundwasserabstrom soll abgepumpt und über Aktivkohle gereinigt werden soll. Bereits in den Neunziger Jahren hatte es auf dem Fakesch-Gelände erste Sanierungsmaßnahmen nach dem Pyrmonter Umweltskandal gegeben.

Die jetzt seit 2015 bis Mitte 2017 erneut durchgeführten Grundwasser- und Bodenluftuntersuchungen haben ergeben, dass von dem ehemaligen chemischen Reinigungsbetrieb weiterhin eine Belastung durch leichtflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe (LHKW) ausgeht. Schadensursache ist die damals erlaubte Verwendung von Tetrachlorethen (Per) als Entfettungsmittel für den Reinigungsbetrieb. Dieses gelangte über die Abwasserkanalisation sowie durch undichte Leitungen, Behälter und verschüttetes Per in den Untergrund.

Die jüngsten Untersuchungen haben ergeben, dass vom ehemaligen Firmengelände in der Gutenbergstraße belastetes Grundwasser auf einer Breite von rund 40 Meter abfließt und bis zur 500 Meter entfernten Emmer eine 400 Meter breite Schadstofffahne bildet. Sowohl auf dem ehemaligen Fakesch-Gelände als auch im Abstrombereich im Bereich der Thaler Landstraße sind in der Bodenluft und im Grundwasser weiter LHKW-Belastungen vorhanden. Sie wurden in einer Größenordnung gemessen, die weitere Sanierungsmaßnahmen notwendig machen. In der Emmer und im Trinkwasser konnten keine messbaren Beeinträchtigungen der Wasserqualität durch den LHKW-Schaden nachgewiesen werden. Auch eine Gefährdung der Mineral- und Heilquellen schließt der beauftragte Gutachter nach Auswertung der Detailuntersuchungen im Haupteintrags- und im Abstrombereich der Untergrundverunreinigung nach wie vor aus.

Aufgrund von Ausgasungsprozessen kann ein teilweises Eindringen von Kohlenwasserstoffen aus der Bodenluft in die Raumluft von Gebäuden nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Die bisher ermittelten Raumluftwerte ergaben jedoch keinen weiteren Handlungsbedarf. Die Raumluftwerte sollen aber weiterhin kontrolliert werden.

Es wurden Pumpversuche durchgeführt, die zeigten, dass sowohl die kontaminierte Bodenluft als auch das verunreinigte Grundwasser wirkungsvoll gereinigt werden kann.

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