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Kulturdenkmäler unter der Erde

Ab in den Keller!

LIPPE. Die Lipper sollten öfter mal in den Keller gehen – nicht zu Lachen, sondern zum Betrachten. Der Bund Heimat und Umwelt (BHU) hat „Historische Keller“ zum Kulturdenkmal des Jahres erklärt.

veröffentlicht am 09.02.2018 um 15:19 Uhr

„Der Blomberger Eiskeller“ von Susanne Brinkmann ist eines der Kulturdenkmäler des Jahres, die der Lippische Heimatbund und der Bund Heimat und Umwelt ausgewählt haben. Dort kühlten die Gastwirte bis in die 1930er Jahre das Bier. Foto: pr/BHU

Autor:

Hans Siedler
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Als Bundesverband der Bürger- und Heimatvereine, der mit seinen Landesorganisationen – etwa dem Lippischen Heimatbund – rund eine halbe Million Menschen repräsentiert, möchte der BHU auf bemerkenswerte, aber oft gefährdete Kulturlandschaftselemente aufmerksam machen: Keller seien dafür ein gutes Beispiel, wie dem jetzt erschienenen Faltblatt und auch dem Wandkalender des BHU zu entnehmen ist.

Keller wurden meist mit großem Aufwand erbaut und häufig nicht nur funktional, sondern auch dem Zeitgeschmack entsprechend gestaltet. Ihr Erbauen erforderte viel Fachwissen, damit die Bauten stabil und lange erhalten blieben. Keller erfüllten im Laufe der Zeit ganz unterschiedliche Funktionen. So dienten sie häufig zur Herstellung und Kühlung von Lebensmitteln; der Eiskeller in Blomberg ist ein Beispiel dafür. Keller unter Kirchen sowie Katakomben wurden für Bestattungen angelegt. Darüber hinaus hatten die unterirdischen Räume eine Schutzfunktion gegen Kriegseinwirkungen, etwa Luftangriffen.

Bei den im Fokus stehenden Kellern kann es sich um kleine private Einrichtungen wie auch um große öffentlich oder wirtschaftlich genutzte Anlagen handeln. „Historische Keller sind als gefährdete Kulturdenkmäler einzustufen. Ihr ursprünglicher Nutzungszweck entfällt meist, da es moderne Kühltechniken gibt. Oft fehlen die Mittel für die Instandsetzung und Erhaltung“, sagt Dr. Herlind Gundelach, die Präsidentin des BHU. Sie sind oft verborgen, verschwinden so aus der Erinnerung und verfallen. Keller sind zudem durch physische Gegebenheiten gefährdet. Sie können durch den Bodendruck und Grundwasser zerstört werden. Dadurch ist die Erhaltung und Restaurierung bei diesen Denkmälern kostenintensiv. Oft ist eine Umnutzung die einzige Möglichkeit, historische Keller zu erhalten. Sie werden dann unter anderem für die Gastronomie, zur Lagerung, als Eventraum, als Museum oder sogar als Hotel genutzt.
Informationen: Das Faltblatt „Kulturdenkmal des Jahres 2018: Historische Keller“ gibt es beim Lippischen Heimatbund im Kreishaus. Kontakt: Lippischer Heimatbund, Felix-Fechenbach-Straße 5, 32756 Detmold, E-Mail info@
lippischer-heimatbund.de, Telefon 05231/627911, Internet www.lippischer-heimatbund. de sowie www.bhu.de.



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