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Warum die Arbeiten in Verzug sind

Überraschungen unterm Pflaster der Brunnenstraße

BAD PYRMONT. Die Plasterreparatur in der Brunnenstraße wird wohl etwas länger dauern als ursprünglich kalkuliert. Der bisherige Verzug der Arbeiten im südlichen Bereich der denkmalgeschützten Baumallee wird im Rathaus aktuell auf etwa zwei Wochen beziffert. Das wäre genau der für Unvorhergesehenes eingeplante Puffer.

veröffentlicht am 26.04.2017 um 21:40 Uhr

Action in der Brunnenstraße: Der eine baggert den alten Boden zum Abtransport aus, während der nächste schon frischen Sand zum Verfüllen der Baustelle anfährt. Foto: jl
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Und genau dieses Unvorhergesehene ist eingetreten: Nach dem Abtragen des Pflasters und dem Auskoffern von Unterbau und Erdreich sind die Arbeiter in den vergangenen fünfeinhalb Wochen auf genau jene Überraschungen gestoßen, die oft erst beim Bauen auffallen: „Die Gasleitungen zwischen den Hausanschlüssen bis zu den Hauptleitungen waren in einem so schlechten Zustand, dass auch sie erneuert werden mussten“, erklärt Hans-Joachim Böhnke aus dem Bauamt. Und in der Tat: Die Tiefbauer fördern immer wieder Rohre zutage, die Laien fast museumsreif erscheinen könnten. Einige dieser Uralt-Leitungen lagen wohl auch schon länger ungenutzt unter der Brunnenstraße.

Wo ein Austausch alter Hausanschlüsse sinnvoll erscheint, haben die Stadtwerke die betroffenen Anlieger laut Böhnke bereits informiert. „Und wir sind mit den Bewohnern und Gewerbetreibenden auch in Kontakt“, berichtete der Leiter des Fachbereichs Bauverwaltung und Technische Dienste den Politikern in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses weiter.

Wie genau sich die Mehrarbeit letztlich auf den Bauzeitenplan auswirken wird, kann Böhnke jetzt aber noch nicht sagen. Die letzte Baubesprechung fand am Dienstagvormittag statt, dem Tag der Sitzung im Rathaus. Für die nächste öffentliche Zusammenkunft des Bauausschusses am 8. Mai stellt er jedoch die aktualisierte Zeitschiene in Aussicht. Bis dahin dürfen alle Beteiligten und Betroffenen hoffen, dass sich die Anzahl weiterer Überraschungen unterm Pflaster in Grenzen hält. Um die Verzögerungen zu minimieren, haben die Verantwortlichen umdisponiert: Nun wird zeitgleich doch an mehr Stellen gearbeitet als ursprünglich vorgesehen. So bilden die Stadtwerke nun eine Art punktueller Vorhut: Dort, wo Hausanschlüsse liegen, werden die schon jetzt geprüft und, wo notwendig, erneuert, ohne den eigentlichen Baubetrieb dort aufzuhalten, wo der neue Regenwasserkanal sowie die regulär zu erneuernden Leitungen ausgetauscht und das Pflaster samt neuen taktilen Feldern und der Regenwasser-Rinne verlegt wird.

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„Wenn der Durchgang zum Laden zu schmal zum Beispiel für Rollatoren ist, kommen natürlich weniger Kunden“, schildert die Mitarbeiterin eines derzeit betroffenen Geschäfts ihre Erfahrung. „Aber wir wollen ja auch, dass alles so schnell wie möglich fertig wird und die Pfützen verschwinden. Die Männer schuften wirklich unter Hochdruck“, sagt sie anerkennend. „Die machen das prima.“

Betroffene mit Gesprächsbedarf können weiterhin zu Hans-Joachim Böhnke und seinen Kollege Friedrich Hennecke im Rathaus Kontakt aufnehmen. Nach den wöchentlichen Baubesprechungen, stehen dienstags gegen 9.30 Uhr zudem der Planer Michael Lex und Tiefbau-Unternehmer Michael Dörries zur Verfügung.

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