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Kurdirektor führt Gespräche

Übernachten im Hirschpark?

BAD PYRMONT. Dem Staatsbad Pyrmont liegt für den oberen Teil des Hirschparks die Anfrage eines Investors vor, der dort gerne „naturnahe“ Übernachtungsmöglichkeiten bauen will. Das hat Kurdirektor Maik Fischer auf Anfrage berichtet. Allerdings befinde sich das Vorhaben noch einem sehr frühen Stadium, betonte er.

veröffentlicht am 05.03.2018 um 15:37 Uhr
aktualisiert am 05.03.2018 um 17:00 Uhr

Vor zwei Jahren ließ das Staatsbad im Hirschpark 200 Fichten fällen. Bislang hat sich an dem Bild noch nichts geändert. Jetzt hat ein Investor Interesse an dem Gelände in der Nachbarschaft zur Hufeland-Therme (hinten links). Foto: yt
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Als das Staatsbad im November 2015 im Bergkurpark und vor allem dem angrenzenden Hirschpark an der Hufeland-Therme gut 200 Fichten fällen ließ, war der Ärger groß. Ein Drittel der Bäume sei krank, so die damalige Begründung, die viele Pyrmonter aber nicht akzeptieren wollten. Kurdirektor Maik Fischer versuchte damals, die Gemüter mit dem Hinweis auf eine Wiederaufforstung zu beruhigen. Doch bis heute hat sich dort nichts getan und wird es so schnell wohl auch nicht. Begründung Fischers: Dem Staatsbad liege für den oberen Teil des Parks die Anfrage eines Investors vor, der dort gerne „naturnahe“ Übernachtungsmöglichkeiten bauen wolle.

Eigentlich sollte schon 2017 ein Konzept umgesetzt werden, das eine Neugestaltung des Hirschparks nach garten- und denkmalpflegerischen Vorgaben vorsieht. Doch dafür habe das Geld gefehlt, begründete Fischer im November vergangenen Jahres, warum daraus nichts geworden sei. Lediglich Wieseneinsaaten, wie sie auf landwirtschaftlichen Brachflächen üblich sind, kamen zum Einsatz. Das soll sich dieses Jahr wiederholen.

Es sind noch viele Fragen zu klären.

Maik Fischer, Kurdirektor

„Wir wollen zunächst wissen, ob wir das Gelände anders nutzen können“, so Fischer. Ein Büro sei mit der Erarbeitung einer Planung beauftrag worden, die das Gelände unter dem Gesichtspunkt überarbeite, dort eine Hotelanlage mit kleineren Holzhütten zu errichten, erläuterte er und nennt als Beispiele das „Torfhaus Harzresort“ und das „Schierke Harzresort“, die Gäste erfolgereiche mit rustikalen aber komfortablen Ferienhäusern locken.

Allerdings sei noch völlig offen, ob es dann auch zu einem Neubau kommen werde, denn es seien noch eine ganze Reihe von Fragen wie zum Beispiel gartendenkmalpflegerische Aspekte zu berücksichtigen und auch der Bebauungsplan müsste in Abstimmung mit der Stadt geändert werden. Fischer zeigte sich dennoch optimistisch, dass aus dem Plan Realität werden könnten. „Für den Investor, der Erfahrung mit dem Bau und dem Betrieb solcher Anlagen hat, ist die Nähe zur Hufeland Therme interessant. Ich freue mich jedenfalls über das Interesse, auch wenn es ein eher kleineres Vorhaben ist.“

Sollte aus einem „Hirschpark-Resort“ doch nichts werden, würde die ursprüngliche Planung einer Neugestaltung des Parks wieder greifen müssen. Das Konzept dafür ist längst fertig. „Es ist immer gut, einen Plan B in der Tasche zu haben“, meint der Leiter des Kurparks, Gärtnermeister Michael Mäkler. Dieses Konzept für die etwa zwei Hektar große Fläche sehe eine Gestaltung mit einer Gehölzkulisse, lockeren Baumgruppen und kleineren Wiesenflächen vor, so wie es bereits in ältere Pläne zu sehen sei. „Jedenfalls würden wir den Hirschpark nicht wieder so massiv mit Fichten aufforsten wie es zuletzt der Fall war“, erklärte Mäkler.

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