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Anwohner von Schleichweg ist sauer auf Stadt

Ärger wegen der Baustelle an der Hohenborner Straße

veröffentlicht am 28.08.2016 um 15:28 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:15 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Erst hat die verzögerte Sonderanfertigung von Verkehrsschildern den Start der Kanalbauarbeiten in der Hohenborner Straße um eine Woche verzögert (wir berichteten). Nun sorgt die Ausschilderung der Ausweichstrecken rund um die Vollsperrung in den Wohnstraßen im Baustellenumfeld für Ärger.

Dass Einheimische aus Bad Pyrmont und Lügde die offiziellen Alternativwege ignorieren und lieber auf kürzeren Schleichwegen zum Ziel kommen wollen, ist an jeder Baustelle so. „Ich verstehe, dass Einheimische diese Abkürzung nehmen“, sagt Günter Schwiegmann. Dass der Verkehr aber seit fünf Wochen in sonst so beschaulichen Gegenden wie der Wilhelm-Raabe-Straße oder der Straße „An der Scharfen Ecke“ so deutlich zugenommen hat, sieht der Anlieger als Beleg für die durch eine von der Stadt beauftragte Fachfirma „sehr nachlässig platzierte“ Beschilderung. „Dadurch läuft der Verkehr über Straßen, die dafür baulich und planmäßig nicht vorgesehen sind“, sagt er und sieht seine Sicht in der Nachbarschaft bestätigt. Denn: „Es irren so viele Auswärtige durch unsere Anwohnerstraßen. Hier fahren Lkw aus ganz Europa lang.“ Ob das an unzureichenden Schildern liegt? Oder daran, dass Ortsfremde blind den Befehlen ihres Navis folgen? Eine Antwort darauf gibt es nicht.

Aufgefallen seien ihm die Probleme gleich, sagt Günter Schwiegmann. Eine Eingabe ans Rathaus schrieb er aber erst, nachdem ein Lkw-Fahrer bei ihm geklingelt hatte. Das Problem des Mannes: Mit seinem fünfachsigen Sattelschlepper kriegte er „An der scharfen Ecke“ die Kurve nicht. „Damit er durchkam, mussten erst mehrere Autos umgeparkt werden.“

Wer die Hohenborner Straße bis zur Vollsperrung befährt (li.), kann nur seitlich abbiegen. Kleinwagen kommen „An der scharfen Ecke“ klar.

Was die ohnehin schmale Wilhelm-Raabe-Straße zusätzlich zum Nadelöhr macht: Hierhin weichen die Anlieger der mit absoluten Halteverboten belegten offiziellen Umfahrungsstrecke „Am tiefen Graben“ zum Parken aus. Dort wie auch „Auf der Landwehr“ ist hingegen laut Schweigmann nicht wirklich viel los.

Was den 66-Jährigen fast noch mehr ärgert als die Beschilderung, ist der „respektlose Umgang der Stadtverwaltung mit den Bürgern“. Deshalb hat er am Freitag eine „Beschwerde wegen Untätigkeit“ im Rathaus eingereicht. Dass die für die Ausschilderung der Baustellenumleitungen Verantwortlichen untätig waren, schließt er daraus, dass alle Schilder noch so stehen wie vor seiner Eingabe. Die hatte er per E-Mail am 18. August geschickt, zunächst allerdings an den falschen Adressaten. Am Folgetag bekam er eine Antwort aus dem Ordnungsamt – und hoffte auf Besserung. In dem Schreiben stand zwar, die Schilder entsprächen den rechtlichen Vorgaben. Aber die E-Mail schloss mit den Worten: „Aufgrund Ihrer Ausführungen wird die gesamte Beschilderung von hier jedoch noch einmal kritisch in Augenschein genommen, und bei Bedarf werden Änderungen eingearbeitet.“ Das deutete er als Versprechen. Umso mehr wurmt ihn, „dass seitdem überhaupt nichts passiert ist“. Die erwartete Rückmeldung über das Ergebnis der Kontrolle blieb aus. Dafür hat er kein Verständnis.

Aus dem Rathaus war am Freitagnachmittag aufgrund krankheitsbedingter Ausfälle keine Stellungnahme zu bekommen. Tröstlich immerhin: Wenn die Kanalarbeiten in der Hohenborner Straße so vorangehen wie geplant, ist die Vollsperrung Ende dieser Woche schon Geschichte.



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