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Entwicklungsplan für die Bergdörfer steht – Zeit für Stellungnahmen, Einwände und Anregungen

60 Projekte im Fokus

BAD PYRMONT. 60 „Projektsteckbriefe“ umfasst der Verbunddorferneuerungsplan für die Bad Pyrmonter Bergdörfer. Mit diesen Projekten sollen die Orte Baarsen, Eichenborn, Großenberg, Kleinenberg und Neersen attraktiver werden. Rückblick: Vor dem Hintergrund einer älter werdenden Bevölkerung und der damit verbundenen Auflösung jahrhundertealter dörflicher Strukturen, hatte die Stadt Bad Pyrmont beschlossen, einen Dorfentwicklungsplan erstellen zu lassen. Nachdem die Stadt dem Entwurf zugestimmt hat, stehen die Abstimmung und das Erstellen der Beschlussvorlage und der Antrag auf Fördermittel an.

veröffentlicht am 26.06.2017 um 21:06 Uhr

Malerisch gelegen: das Dorf Neersen, das zu den Pyrmonter Bergdörfern gehört. Foto: Archiv/pr
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Uwe Bosselmann Reporter
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Um die Bergdörfer auch in der Zukunft lebenswert zu erhalten und den Zuzug für junger Familien attraktiv zu gestalten, sammelte ein Planungsbüro bei Ortsbesichtigungen, Befragungen der Bürger, der Ortsvorsteherin und den Ortsvorstehern sowie der Verwaltung der Stadt Ideen, Anregungen und auch Bestandsaufnahmen. Ebenso wurden vier Arbeitskreise gegründet, die sich mit Demografie und Mobilität in den Dörfern, die Möglichkeiten von Basisdienstleistung und Ehrenamt, dem Themenbereich Dorfgrün, Klimaschutz und ländlichen Tourismus sowie dem Thema Baukultur und Siedlungsentwicklung beschäftigen.

Aus diesem Konzept erarbeitete das Planungsbüro „forum-k“ aus Nienburg unter der Leitung von Diplom- Ingenieur Hans-Georg Koesling die 60 „Projektsteckbriefe“. Darunter die Dachsanierungen der Baarsener Kapelle und des Schützenhauses Neersen, Verkehrssicherheitsprojekte für Fußgänger und Pkw-Fahrer, die Einrichtung von Bedarfshaltestellen sowie Angebote für junge Menschen und auch Touristen. Ein wichtiges Ziel: das Zusammenwachsen der gesamten Bergdörfer auf der Hochebene. Weitere Felder sind unter anderem die Mobilität (Bus, Mitfahrmöglichkeiten und Elektroräder), unterschiedliche Begrünungen in den Dörfern und auch Beleuchtungen mitsamt der Buswartehäuschen. „Derzeit ist der Verbunddorferneuerungsplan bei den Trägern öffentlicher Belange“, erklärte Hans-Georg Koesling auf Nachfrage. Bis zum 15. Juli haben die Beteiligten, wie die Bevölkerung, der Landkreis Hameln-Pyrmont, die Stadt Bad Pyrmont, Landwirte und Energieversorger ihre Stellungnahmen, Einwände, Verbesserungsvorschläge und Anregungen abzugeben. Zum Teil ist auch der Flecken Ottenstein mit eingebunden.

„Die Zusammenarbeit erstreckt sich derzeit auf die Themen Mobilität und Schulen“, erklärte Ottensteins Bürgermeister Manfred Weiner. Im Fokus steht dabei ein möglicher Bürgerbus auf der Hochebene und eine engere Zusammenarbeit der Grundschulen Baarsen und Ottenstein. Nachdem die Träger öffentlicher Belange ihre Stellungnahmen abgegeben haben, wird eine Beschlussvorlage erstellt. „Unsere Aufgabe ist es, nachdem der Beschluss vom Bau- und vom Verwaltungsausschuss abgesegnet wurde, den Plan beim Amt für regionale Landentwicklung in Hildesheim einzureichen“, erläuterte Diplom-Ingenieur Hans-Georg Koesling den nächsten Schritt.

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