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„Der Hagen verändert sich immer“

500-jähriges Dorfjubiläum von Hagen

BAD PYRMONT/HAGEN. Auch wenn das Dorf Hagen und sein wüst gefallener Vorgängerort Hiddenhausen sicherlich schon viele Jahrhunderte vorher in kleiner Siedlungsform existiert haben, am 2. August 1517 fiel der amtliche Startschuss für seine Existenz. Am Mittwochabend feierte Hagen sein 500-jähriges Bestehen.

veröffentlicht am 03.08.2017 um 20:13 Uhr

Das Historienspiel zeigte die Entwicklung des Dorfes Hagen. Foto: rr
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Autor

Rudi Rudolph Reporter
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Hanne Klapsing, die das launige Historienspiel moderierte, mit dem die Hagener Bürger am Mittwochabend die Feiern für ihr 500-jähriges Dorfjubiläum im Hagener Hof einläuteten, erklärte, dass es Friedrich Graf zu Spiegelberg war, der an diesem Datum den Grundstein dazu legte. Sieben Menschen mit ihren Familien wurde das Wohnen und die Landwirtschaft auf dem Berg gestattet, und heute sind auf dem Hagen 1370 zu Hause, nach Meinung der stellvertretenden Landrätin Ruth Leunig sogar 1463.

Für ihr Grußwort dankte Ortsbürgermeister Andreas Müller, wie auch jenen der zahlreich erschienenen Gästen aus der Politik, wobei es ihm eine besondere Freude war, Ortsbürgermeister und -vorsteher aus allen Pyrmonter Ortsteilen und sogar Bürgermeister Jürgen Schell aus dem benachbarten Barntrup begrüßen zu können.

Neben den vielen „Flachgeschenken“, die überreicht wurden, freute den Mann, der seit 2001 an der Spitze des Dorfes steht, ganz besonders eines, das dem Förderverein und damit dem Hagen zugute kommt. Die Stadtsparkasse Bad Pyrmont war mit ihren Vorständen Martin Lauffer und Jens Veneman angerückt, im Gepäck einen Scheck in Höhe von 5000 Euro, einer willkommenen Spritze für viele geplante Vorhaben.

Ein großes „Flachgeschenk“ von der Stadtsparkasse (v. li. n. re.): Martin Lauffer, Andreas Müller, Bürgermeister Klaus Blome, Jens Veneman. Foto: rr
  • Ein großes „Flachgeschenk“ von der Stadtsparkasse (v. li. n. re.): Martin Lauffer, Andreas Müller, Bürgermeister Klaus Blome, Jens Veneman. Foto: rr
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Dabei war die kurze Bilanz, die Andreas Müller über die Entwicklung des Hagens zog, doch vordergründig gemischt. „In meine Amtszeit fiel die Schließung der letzte Kneipe, die Schießung der Postfiliale und des letzten Bäckers,“ holte er aus, „aber wir haben den Kindergarten grundsaniert, das Schulgebäude saniert, eine gute ausgerüstete Feuerwehr mit optimaler Nachwuchsarbeit, sanierte Straßen und ein tolles Sportgelände mit Gebäuden für die Germania und die Schützen. Der Hagener Hof wurde vor dem „Aus“ gerettet, und wir haben Baugebiete ausgewiesen, und das Ehrenmal wurde an alter Stelle saniert. Der Hagen verändert sich immer!“

Das unterstrich auch das Historienspiel, bei dem die Hagener in verschiedene Rollen schlüpften, um die Entwicklung des Dorfes aufzuzeigen. In den 500 Jahren gab es 1690 die erste Schule, 1850 die erste öffentliche Ratssitzung unter Bürgermeister Johann Bernhard Köster, eine Zigarrenindustrie, 1925 die erste Wasserleitung und 1928 den ersten Kindergarten. Viele Flüchtlinge wurden dem Hagen 1948 zugeteilt, was Gisa Greinert eindrucksvoll berichtete.

Die Gaffelbrüder um Präsident Horst Mundhenk zelebrierten den Zimmermannsklatsch, der Holzhäuser Gospelchor „Voice of Praise“ sorgte für muntere Stimmung, und Willi Freckmann brachte den vollbesetzten Saal mit einem Gedicht zum Mitmachen und Mitsingen. Ortsbürgermeister Andreas Müller hatte am 21. September 2014 zusammen mit weiteren Hagenern bereits mit der Planung der 500-Jahr-Feier begonnen, und vierzehn Mal hatte sich der Arbeitskreis seither getroffen. Damit kam ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm zustande, das nach diesem fulminanten Mittwoch-Auftakt nun in ein Wochenende mit zahlreichen Aktionen und Events übergeht.

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