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Welle legt neue Geldwertkarte auf

33 Prozent Rabatt für Vielschwimmer

BAD PYRMONT. Auf 33 Prozent Rabatt können Vielschwimmer der Pyrmonter Welle kommen, wenn sie die neue Geldwertkarte für 450 Euro kaufen. Grundsätzlich sind die meisten Gäste mit dem Hallen- und Freibad zufrieden. Das hat eine Umfrage ergeben, die der Geschäftsführer der Stadtwerke Uwe Benkendorff Mittwoch vorstellte.

veröffentlicht am 12.04.2017 um 16:06 Uhr
aktualisiert am 29.05.2017 um 17:28 Uhr

Wenn es nur endlich wieder soweit wäre: Vor allem die Stammgäste der „Pyrmonter Welle“ dürften der Eröffnung des Freibades entgegenfiebern. Bis Ende Mai werden sie sich aber noch gedulden müssen. Fest steht, dass das Hallenbad (rechts) und damit die
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Damit kann das Team der „Pyrmonter Welle“ sehr zufrieden sein: 429 von 467 befragten Besuchern würden das Bad weiterempfehlen. Das entspricht einer Quote von 92 Prozent und beruht auf einer Umfrage unter Badegästen, die Studenten der Hochschule Weserbergland im Auftrag der Stadtwerke Bad Pyrmont im vergangenen Herbst durchgeführt und ausgewertet haben (siehe Kasten). „Diese große Zustimmung hat uns überrascht und ist eine tolle Bestätigung für unsere Mitarbeiter“, so der Geschäftsführer der Stadtwerke, Uwe Benkendorff.

Dabei war die jüngere Vergangenheit für die Stadtwerke als Betreiber des „Erlebnisbades“ recht turbulent. Es gab in Reihen der Stammgäste heftige Kritik an der Entscheidung, die Jahreskarte abzuschaffen und durch ein neues Rabattsystem zu ersetzen. Doch die Wogen scheinen geglättet, Kritikerinnen wie Martina Kleinsorge besänftigt. „Wir haben einiges erreicht, auch wenn wir Kompromisse eingehen mussten, aber ich verstehe die wirtschaftlichen Zwänge von Herrn Benkendorff“, so die Pyrmonterin, die zu den ständigen Freibadbesuchern zählt, und die vom Stadtwerkechef in die Überlegungen – auch auf Basis der Umfrage – eingebunden worden war.

Ergebnis: Ab diesem Jahr gibt es eine unbegrenzt gültige Geldwertkarte für 450 Euro. Sie beinhaltet eine Rabattierung von 33 Prozent auf alle Einzeltarife. „Es ist somit möglich, bei einem Besuch vor 9 Uhr 225 beziehungsweise bei einem Besuch nach 9 Uhr 150 mal für den ganzen Tag als Erwachsener zu einem Preis von etwa 2 beziehungsweise 3 Euro das Schwimmbad zu besuchen“, rechnet Benkendorff vor. Außerdem wird speziell für Kinder eine neue Kindergeldwertkarte für 25 Euro mit einer Rabattierung von 10 Prozent eingeführt. Der Erwerb der Karten ist ab sofort möglich, gültig sind sie jedoch erst ab 1. Mai. Wichtig! Wer noch Guthaben auf seiner bisherigen Geldwertkarte hat, kann dies auf die neue Karte anrechnen lassen.

Laut Benkendorff konnte durch die 2015 begonnene Restrukturierung der „Welle“ ein weiterer Verlustanstieg nicht nur vermieden, sondern der Verlust sogar leicht verringert werden. „Dadurch sind wir in der Lage, die Eintrittspreise im fünften Jahr in Folge nicht erhöhen zu müssen.“ Das bedeute aber nicht, dass die Badegäste demnächst mit einer drastischen Erhöhung rechnen müssten, versichert der Stadtwerkechef. „Der Hebel, um das Defizit (rund 1,6 Millionen Euro jährlich, die Red.) in den Griff zu bekommen, sind nicht die Eintrittsgelder, sondern die Kosten, auch wenn wir jeden Eintritt mit durchschnittlich 13 Euro subventionieren.“ Gemeinsames Ziel müsse es aber sein, den Erhalt des Bades zu moderaten Eintrittsgeldern dauerhaft zu gewährleisten.

200 000 Euro wollen die Stadtwerke in diesem Jahr in das Bad investieren. Das Freibad bekommt eine neue „Umkleideschnecke“, das Kinderplanschbecken ein Sonnensegel, das Hallenbad eine Reihe neuer großer Scheiben, die Sauna einen neuen Sichtschutz für den Außenbereich und die Dachterrasse neue Sitzmöbel. Der schon länger notwendige Neubau der Umkleidekabinen steht dagegen noch aus. „Da kommen wir schnell auf 1 Million Euro und müssen erst die Finanzierbarkeit prüfen“, so Benkendorff.

Es bleibt auch künftig aus Kostengründen bei der Schließung des Hallenbades während der Freibadsaison. Damit ist auch die große Rutsche stillgelegt. Laut Stadtwerkechef würde es mindestens 40 000 Euro kosten, die Rutsche mit Wasser aus dem Freibad zu versorgen, denn das Innenbecken wird für die jährlich anstehende Revision geleert. Dazu kämen die Kosten für die Aufsicht.

Information

So beurteilen Badegäste die „Pyrmonter Welle“

26 Fragen haben Studenten der Hochschule Weserbergland im Auftrag der Stadtwerke Badegästen der „Pyrmonter Welle“ gestellt und 467 gültige Fragebögen auswertet. Gefragt wurde hauptsächlich im Bad aber auch an einem Stand in der Wandelhalle und einige Fragebögen lagen in einer Arztpraxis aus. Sehr positiv wurden die Öffnungszeiten wahrgenommen, zumal viele benachbarte Bäder in dieser Kategorie deutliche Einschränkungen vorweisen. Die Sauberkeit im gesamten Erlebnisbad wurde nach dem klassischen Schulnotensystem mit 1,9 bewertet. Die Beaufsichtigung und die Freundlichkeit des Personals stießen ebenfalls auf sehr positive Resonanz. Zwar wurde die Tarifgestaltung als übersichtlich gelobt und das Preis-Leistungsverhältnis von den meisten Befragten mit der Note 2 bewertet, jedoch gab es einige Anregungen hinsichtlich der auslaufenden Jahreskarten und zu hoher Eintrittspreise für Senioren. Auch die Schließung des Hallenbades während der Freibadesaison wurde von einigen befragten Besuchern enttäuscht zur Kenntnis genommen, wobei nur 50 Prozent der Gäste bereit wären, für eine gleichzeitige Öffnung einen Preisaufschlag zu zahlen. Angeregt wurde, mittelfristig die Umkleidekabinen „aufzufrischen“ und die Wassertemperatur zu erhöhen. In erster Linie kommen die Gäste, um in der Welle zu schwimmen. Weit abgeschlagen an zweiter Stelle steht die künstliche Welle, an dritter Stelle Spiel und Spaß und erst danach die Rutsche und die Sauna.

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