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Geld von der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe soll Region voranbringen / Stellungnahme des lippischen Heimatbundes

3,1 Millionen Euro für „Kompetenzzentrum Wandern“

Lemgo. Das Kuratorium der Denkmal-Stiftung des Landesverbandes Lippe hat sich über das Projekt „Kompetenzzentrum Wandern im Land des Hermann“ informiert. Klaus Schafmeister von der Wirtschaftsförderung des Kreises referierte zum Sachstand des Projekts. Anfang Februar haben Landrat Friedel Heuwinkel und Anke Recklies von der Bezirksregierung Detmold den Bescheid von NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin über die Förderung des Projekts erhalten. Aus Mitteln der Bund-Länder-Gemeinschafts-aufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur wurden 3,1 Millionen Euro bewilligt. Das Projekt soll innerhalb von zwei Jahren umgesetzt werden. „Bis Herbst 2015 müssen alle Maßnahmen abgeschlossen sein, um bis Ende 2015 die Kosten abrechnen zu können“, erklärt Schafmeister. Bei der Wirtschaftsförderung des Kreises sei deshalb ein Projektteam gebildet worden, das derzeit mit der Bezirksregierung vergaberechtliche Richtlinien abstimmt. „Danach werden wir daran gehen, Arbeitsgruppen zu bilden. Selbstverständlich werden alle Betroffenen und Beteiligten, wie der Landesverband Lippe, dabei intensiv einbezogen.“ Voraussichtlich Ende März soll eine Auftakt- und Informationsveranstaltung stattfinden.

veröffentlicht am 27.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 16:21 Uhr

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Zu den Investitionen in Wanderwege, ihre Ausstattung zum Beispiel mit Bänken und Schutzhütten sowie in eine verbesserte Auszeichnung befragt, teilte Schafmeister mit, dass hierfür Gelder vorgesehen seien. Er ist zuversichtlich, dass das Projekt in der vorgegebenen Zeit umgesetzt werden kann. Der Landesverband Lippe ist bei fünf Modulen des Projektantrages beteiligt: Neubau eines Kompetenzzentrums Wandern am Hermannsdenkmal, Überdachung der Waldbühne am Hermannsdenkmal, Errichtung eines Wanderkreuzes auf der Inselwiese in Detmold, Neubau eines Moorstegs in Bad Meinberg sowie Sanierung der Musikmuschel im Kurpark Bad Meinberg. Zur Umsetzung dieser Module stellt der Landesverband Lippe der Wirtschaftsförderung die entsprechenden Grundstücke bzw. Gebäude kostenfrei zur Verfügung.

Der Lippische Heimatbund (LHB) mit seiner Fachgruppe Wandern geht davon aus, bei der weiteren Planung, Entwicklung und Realisierung dieses Projektes beteiligt zu werden. Bei der Umsetzung sollten aus Kenntnis des LHB folgende Punkte berücksichtigt werden:

Die Investition für die Errichtung eines Gebäudes mit dem Namen „Wanderkompetenzzentrum“ ist nur sinnvoll, wenn klar dargestellt wird, welche Funktion dem Zentrum zukommen soll und wie es Wanderer nutzen können.

Die Verantwortlichkeiten für das Wandern in Lippe müssen neu geordnet werden. Diese neue zentrale Verantwortlichkeit sollte durch kompetentes Personal im „Wanderkompetenzzentrum“ verankert werden. Dabei ist sicherzustellen, dass die Folgekosten für Personal und Betrieb finanziert sind.

Eine Neuausrichtung des Wandertourismus ist nur dann möglich, wenn die Kennzeichnung, Planung und Pflege der Wege und das Tourismus-Marketing in der Hand des neu zu organisierenden „Wanderkompetenzzentrums“ liegen. Besonders wichtig ist dem LHB, dass die Realität in der Natur, auf der Karte und die Angebote im Internet übereinstimmen, damit bei den Wanderern keine falschen Erwartungen geweckt werden, die im Anschluss für Verärgerung sorgen. Die Befugnis der Kennzeichnung müsse vom LHB auf die Gemeinden beziehungsweise den Kreis übergehen. Das wird heute in großen Teilen des Kreises schon praktiziert und wäre ein wichtiger Schritt zu einer Betreuung der Wege „aus einem Guss“ beziehungsweise „aus einer Hand“.

Mit der Verlagerung der Befugnis auf Städte und Gemeinden muss keine Verringerung des ehrenamtlichen Engagements einhergehen. Im Gegenteil: Wegkennzeichnung und Betreuung der Wege sind ein sinnvolles Arbeitsfeld für Ehrenamtliche. Klare Organisationsstrukturen könnten hier sogar die Motivation steigern und auf örtliche Ebene neue Initiativen ermöglichen. Die Heimatvereine sollten erste Ansprechpartner für die Gemeinden bleiben, aber auch die Wandergruppen in den Vereinen sollten einbezogen werden. Das Management des Wanderkompetenzzentrums sollte zuerst den Bestand des Wanderwegenetzes erfassen, um es – unter Umständen auch durch Reduzierung – aufzuwerten, meint der Vorsitzende des LHB, Friedrich Brakemeier.red



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