weather-image
13°
Leiter der Parkresidenz sieht Einrichtung nach Übernahme auf gutem Weg

30 Prozent der Wohnungen noch frei

Bad Pyrmont. „Es wird sicherlich noch eine Zeit dauern, bis der Begriff „Kursana“ aus den Köpfen verschwunden ist und von der „Park-Residenz“ gesprochen wird“, ist sich Rüdiger Seide als Leiter der großen Einrichtung in Bad Pyrmont sicher. Immerhin trug das Haus mehr als 30 Jahre den Vorgängernamen und das lösche man nicht mal so eben aus dem Gedächtnis.

veröffentlicht am 19.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 15:21 Uhr

270_008_7832892_pn250_1302_5228.jpg

Autor:

von Klaus Titze
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Seit dem 1. August ist das Gebäude nun von dem Dienstleistungsunternehmen BeneVit-Holding gepachtet, dessen Geschäftsführer Kaspar Pfister sich den Bewohnern bereits Mitte August vorgestellt hatte (wir berichteten), auch, um Vertrauen in die neue Führung zu gewinnen und Besorgnisse oder gar Ängste um die Zukunft des Hauses abzubauen. Diesem Ruf der Besorgnis folgend hatten sich Bewohner des Hauses in einer gemeinsamen Busfahrt nach Celle begeben, um die dortige, ebenfalls von der BeneVit betriebene Einrichtung des Sophien-Stifts, zu besuchen, wie Dr. Carl Heinrich, der Vorsitzende des sieben-köpfigen Heimbeirates, in der Bad Pyrmonter Park-Residenz zu berichten weiß.

„Wir waren wirklich angenehm über die im Sophien-Stift herrschende Atmosphäre überrascht, die wir dort sowohl von den Bewohnern des Hauses rückgespiegelt bekamen als auch vom Personal erfuhren“, sagt Dr. Heinrich. Er und sein Gremium haben daraufhin aktiv und mit Zuversicht den Wechsel und die Startphase intensiv begleitet. Inzwischen habe es sich mit der neuen Leitung eingespielt, sodass man sich auch wieder anderen Ideen, wie zum Beispiel einer besseren Energieeffizienz, zuwenden könne. „Das liegt meines Erachtens auch in der kompetenten Person des neuen Leiters der Park-Residenz begründet“, äußert er mit Blick zur Seite.

Rüdiger Seide, der zuvor das Sophien-Stift in Celle geleitet hatte, sagt: „Wir haben das Konzept des Appartement- und Residenzwohnens beibehalten, wie auch die Angebote des betreuten Wohnens, der stationären Pflege und des ambulanten Dienstes“, beschreibt er den aktuellen Service. Dabei liebäugelt er damit, in Zukunft auch eine Tagespflege anbieten zu können. Auch sei das Personal in einer Größenordnung von 160 Personen komplett übernommen worden. Rund fünf Prozent der ehemaligen Mitarbeiter hätten das Haus beim Eigentümerwechsel verlassen. Zum Austausch der Leitung kurz nach der Übernahme im August erklärte Seide: „Es gab unterschiedliche Meinungen, die zeigten, man hat nicht zueinander gepasst.“ Deswegen habe es eine schnelle Entscheidung gegeben.

270_008_7832893_pn251_1302_5234.jpg
  • Blick auf die westliche Front der Parkresidenz mit dem Eingangsbereich. Fotos: ti (2)

Das Hauptaugenmerk in der augenblicklichen Situation und der näheren Zukunft liege auf der Auslastung der insgesamt 300 Appartements, die das Haus bis zu einer Größe von 120 Quadratmetern zu bieten hat. Hier sei noch etwas Spielraum vorhanden, sodass eine entsprechende Nachfrage befriedigt werden könne. Aktuell sei die Einrichtung zu 70 Prozent ausgelastet, 30 Prozent der Appartements seien noch unbewohnt. Allein die wunderschöne und idyllische Lage in der Nähe des Kurzentrums und direkter naturnaher Umgebung, die reizvolle Stadt mit ihren stilvollen Gebäuden wie auch das schöne Umland des Weserberglandes seien noch keine Garanten für eine Entscheidung, sich in diesem Haus niederzulassen, so Seide. Um die Attraktivität des Hauses zu steigern, habe er anfangs bewusst den Fokus auf den Umgang miteinander gelegt. „Eingefahrenes“ sei infrage gestellt und verändert worden, außerdem habe man den Blickwinkel der Beschäftigten auf den Begriff „Dienstleistung“ gerichtet. „Dabei ist nicht nur der Umgang des Personals untereinander gemeint, sondern auch ein respektvolles Umgehen mit den Bewohnern“, macht Seide seine Einstellung deutlich. Gerade die Pflege eines Menschen bedeute einen Eingriff in den Intimbereich und erfordere Sensibilität und Respekt. Hinzu komme, dass Individuum, Herkunft und Sozialisation bei den Bewohnern recht unterschiedlich seien und man sich als Dienstleister auf die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen einstellen müsse. Das erfordere nicht nur eine entsprechende Empathie für diese Aufgabe, auch eine grundsätzliche Bereitschaft dazu werde von ihm in seiner Verantwortung für das Haus erwartet. Insgesamt sei man, und das wird auch von Dr. Heinrich bestätigt, mit dem Haus auf einem guten Weg. Das würden auch diverse Veranstaltungen im Haus belegen, an deren Gelingen sich Hausbewohner beteiligten. „Das ist ein Zeichen von Wohlfühlen im Haus“, wertet Seide. Und auf Wohlfühlatmosphäre legt er besonderes Gewicht. „Die Menschen müssen spüren, dass sie sich in ihrer Lebensphase auf- und angenommen fühlen. Und das Schönste, was ich aus ihrem Mund hören möchte, ist: Ich bin hier zu Hause.“

Internet: www.benevit.net informieren.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt