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Präsident Eicke stellt beim Katerfrühstück die Zukunft des Holzhäuser Schützenfestes in Frage

„2015 steht in den Sternen“

Bad Pyrmont. Das waren für die Holzhäuser Schützen zwei Schreckschüsse zur besten Katerfrühstückszeit: Statt einer launigen Begrüßung stellte Präsident Sebastian Eicke die Zukunft des Schützenfestes auf den Prüfstand. Und was zumindest den Mitgliedern einen Schock versetzte, war der überraschende Rücktritt von Friedrich Wilhelm Frohmann, 27 Jahre lang Oberst des Vereins.

veröffentlicht am 24.06.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Von einer „desaströsen Besucherzahl“ vor allem am Freitagabend berichtete Eicke in seiner teils positiven, teils aber auch bitteren Bilanz der gesamten Veranstaltung. Bis 22 Uhr seien nur etwa zehn Personen auf dem Zelt gewesen, „obwohl eine Top-Band spielte“. Später seien dann noch einige gekommen, doch unterm Strich könne der Verein mit dem Besuch nicht zufrieden sein. „Vor Jahren noch war unser Schützenfest das Fest der Feste, jetzt ist es nur noch ein Schatten seiner selbst“, konstatierte der Präsident.

Und auch die Schausteller hätten zum Teil abgesagt, weil zu wenig Leben auf dem Platz herrsche. „Ein Kreisschützenfest ohne Schießbude auf dem Platz, das geht gar nicht“, meinte der Präsident. Von der Bevölkerung, aber vor allem von den Mitgliedern erwarte und wünsche sich der Vorstand mehr Unterstützung. „Das Schützenfest 2014 ist beschlossene Sache, aber 2015 steht in den Sternen.“ Immerhin sei ab Samstag der Besuch etwas besser gewesen. Eicke dankte allen Unterstützern des Festes.

Sichtlich bewegt gab Oberst Friedrich Wilhelm Frohmann, der am Sonntag 60. Geburtstag feierte, seinen Rücktritt bekannt. Er habe die Nachricht mit Rücksicht auf die Feststimmung der Öffentlichkeit bis jetzt vorenthalten. „Es war Willis eigener Wunsch, aber für den Vorstand ein kleiner Schock“, kommentierte Eicke die Botschaft. Als Dank und Anerkennung überreichte er Frohmann die höchste Auszeichnung des Vereins, das hölzerne Wappen. Wie Frohmann später auf Nachfrage mitteilte, sieht er als Grund des Rücktritts sein neues Engagement im Kirchenvorstand der Johannesgemeinde.

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„Die Holzhäuser Schützen sind ein Markenzeichen gelebter Gemeinsamkeit“, machte Bürgermeisterin Elke Christina Roeder den Vereinsmitgliedern und dem Vorstand Mut. Eingehend auf das bekannte leidige Pyrmonter „Brückenproblem“, regte sie an, als Brücke der Verständigung zu Lügde auch im Holzhäuser Verein einen „Talkönig“ auszuschießen, so wie 2010 in Lügde. Für ihn sei Holzhausen ohne Schützenfest unvorstellbar, unterstrich Udo Nacke (CDU). Aber trotz aller Bemühungen des Vorstandes stehe fest: „Ein Schützenfest ist immer nur so gut wie die Leute, die hingehen“, sagte Nacke.

Anschließend feierten die Schützen und ihre Gäste im voll besetzten Zelt bei dennoch guter Stimmung den Fest-Ausklang. Ein Bericht über die Ehrung langjähriger Mitglieder folgt in der morgigen Ausgabe.

Schockt viele Schützen:

Friedrich Wilhelm Frohmann verkündet sichtlich bewegt seinen Rücktritt als Oberst des Vereins.Hei



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