weather-image
Am bisherigen Standort entstehen 100 Patientenzimmer - mit dem Bau könnte Ende 2019 begonnen werden

15 Millionen Euro teurer Buchinger-Neubau in Bad Pyrmont

BAD PYRMONT. Mit einem Neubau will die Pyrmonter Arztfamilie Buchinger ihre Heilfastenklinik an die Ansprüche des 21. Jahrhunderts anpassen. Für gut 15 Millionen Euro sollen am bisherigen Standort bis zu 100 Patientenzimmer entstehen. Mit dem Bau könnte Ende 2019 Anfang 2020 begonnen werden.

veröffentlicht am 21.11.2018 um 13:26 Uhr
aktualisiert am 21.11.2018 um 20:30 Uhr

Diesen Entwurf für die neue Klinik hat die Familie Buchinger der Pyrmonter Politik vorgestellt und bekam dafür einhellige Zustimmung. Entwurf: KRAUSE SCHRECK partnerschaft mb B
Hans-Ulrich Kilian

Autor

Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Baudezernent Matthäus Schmidt hat klare Erwartungen: „Dieser Neubau wird Bad Pyrmont sehr guttun und den Standort langfristig sichern“, stellte er fest. Und auch aus der Politik gab es Beifall: „Wir stehen hinter den Plänen“, betonte der Vorsitzende des Bau- und Umweltausschusses, Dirk Emme (CDU). Die Zustimmung ist nicht verwunderlich, immerhin kommt es nicht alle Tage vor, dass in Bad Pyrmont eine neue Klinik gebaut wird. Und wenn der Bauherr eine alteingesessene und bekannte Familie wie die Familie Buchinger ist, dann gibt es sogar Beifall auf offener Bühne.

Gut 15 Millionen Euro will das Familienunternehmen am bisherigen Standort Forstweg investieren, um fast alle alten Gebäude aus den frühen 1950er Jahren zu ersetzen. Entstehen soll eine neue Fastenklinik, die sich an die Hanglage über der Kurstadt anpasst und die den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts gerecht werde, wie Christian Kähler bei der Vorstellung der Planung im Ausschuss betonte. Gemeinsam mit seiner Frau Dr. med. Verena Buchinger-Kähler leitet er seit vergangenem Jahr die international bekannte Heilfastenklinik.

Über 90 Einzel-, Doppelzimmer und Suiten verfügt die Klinik aktuell, von denen aus baulichen und energetischen Gründen aber nur noch 70 genutzt werden können. „Mit dem Neubau sollen wieder mindestens 90 – vielleicht sogar 100 Einheiten – entstehen,“ so Kähler. Die Zahl der Zimmer werde noch per Bedarfsanalyse ermittelt. Damit einhergehen dürfte auch die Aufstockung der Belegschaft von gegenwärtig 70 Mitarbeitern auf bis zu 100.

Geplant sind ein- bis dreigeschossige Gebäude mit begrünten Flachdächern für Patientenzimmer, Arzträume, Aufenthaltsbereiche, Therapieeinrichtungen, Speiseräume, Küchen und Hauswirtschaftsbereiche. Sie werden nach gestalterischen und funktionalen Anforderungen auf dem vorhandenen Grundstück neu angeordnet. Ergänzt wird die Planung mit einem Wohnhaus und einer ausreichenden Anzahl von Parkplätzen, wie der von Buchinger mit der Bauleitplanung beauftragte Planer Matthias Reinold versicherte. Auch die Entwässerung des Grundstücks sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für zu fällende Gehölze seien vorgesehen. Das sieht auch das Baudezernat so: „Die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege werden auf der Grundlage des Gestaltungskonzeptes und durch die geplante Bebauung und Begrenzung der Höhen der Gebäude berücksichtigt, sodass keine überdimensionalen baulichen Anlagen zu erwarten sind“, heißt es in einer Vorlage für die Politik.

Darauf legt auch die Familie Buchinger Wert. „Wir planen den Neubau seit drei Jahren und haben jetzt einen sehr, sehr schönen Entwurf“, sagte Kähler. „Wir sind diese Planung nicht von der technischen, sondern von der emotionalen Seite angegangen. Der Neubau wird organisch in den Hang integriert und passt genau zu unserem Klinikkonzept. Der Entwurf ist nicht aufdringlich, sondern strahlt Ruhe und Besinnung aus.“ Anfangs habe man überlegt, so Kähler gegenüber dieser Zeitung, den Neubau mit einem besonderen architektonischen Zeichen zu versehen, doch dann darauf verzichtet. „Wir wollen Bad Pyrmont nichts aufdrängen“, begründet er das.

Die Klinik steht vor der Herausforderung, einen Neubau zu errichten und gleichzeitig den Klinikbetrieb aufrechtzuerhalten. Kähler hofft, im Laufe des kommenden Jahres bei der Stadtverwaltung den Bauantrag stellen zu können, sodass mit dem Neubau Ende 2019, Anfang 2020 begonnen werde könne. Die Bauzeit ist auf 16 bis 18 Monate kalkuliert. Die Aufträge sollen so weit möglich in der Region vergeben werden. „Ursprünglich hatten wir auch gehofft, den Neubau der Klinik zum 100-jährigen Jubiläum von Buchinger im Jahr 2020 fertig zu haben, doch so schnell geht das leider doch nicht“, so der Klinik-Geschäftsführer, der versicherte, dass jeder weitere Schritt gemeinsam mit der Stadt und der Pyrmonter Bevölkerung unternommen werde, „damit die Klinik Buchinger auch die nächsten 100 Jahre noch dort steht“.

Die Politik hat die Familie überzeugt. Sie beschlossen einstimmig den Start der Bauleitplanung und die damit verbundene Beteiligung der Öffentlichkeit an dem Vorhaben.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt