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Die Zahlen 2017 – und der Anspruch

13 405 Besucher im Museum im Schloss Bad Pyrmont

BAD PYRMONT. „Ich bin zufrieden“, sagt Vanessa Heitland mit Blick auf die Besucherzahlen im Museum im Schloss Bad Pyrmont: An der Kasse wurden im vergangenen Jahr 13 405 zahlende Gäste registriert. Zum Vergleich: 2016 kamen insgesamt 14 053 Menschen ins Museum. 2015 waren es 12 453 gewesen.

veröffentlicht am 27.02.2018 um 20:10 Uhr

Vanessa Heitland in der Dauerausstellung des Museums im Schloss Bad Pyrmont. Das registrierte im vergangenen Jahr exakt 13 405 zahlende Gäste. „Ich bin zufrieden“, sagt die Museumsleiterin. Foto: jl
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Die 2017er-Zahlen kann die Museumsleiterin noch aufschlüsseln: 63,2 Prozent der Besucher (8468) kamen während einer der drei Sonderschauen. Die übrigen 4937 Gäste (36,8 Prozent) sahen sich allein die 2015 umgestaltete Dauerausstellung an.

Und wie liefen die Sonderschauen 2017? Hier lagen die „Begegnungen“ mit Bildern des Berliner Malers Clemens Gröszer (1951-2014) mit 4350 zahlenden Gästen an der Spitze. 2112 Menschen sahen die „Verwandlung“ mit Arbeiten von Undine Bandelin und Hannes Uhlenhaut, und während der Sonderschau „Geishas, Dirnen, Kurtisanen“ wurden 2006 Gäste gezählt.

„Mehr geht immer“, räumt Vanessa Heitland ein. „Aber dazu bräuchte es mehr Geld fürs Marketing.“ Als sie im Sommer 2015 ihre Stelle als Museumsleiterin antrat, „gab es keinen Flyer, eine Homepage aus den 80ern und kein Facebook“, zählt die Museumschefin auf. Mittlerweile sei das Corporate Design ein bisschen aufgefrischt.

Die verstärkte Werbung in Ostwestfalen-Lippe „hat mir viele Besucher von dort gebracht“, sagt die gebürtige Detmolderin Heitland. Den Effekt macht sie an der Postleitzahlen-Erhebung an der Kasse fest. Aus ihrem früheren Wirkungskreis weiß sie: „In Detmold und Bielefeld gibt es ein großes Publikum.“

Speziell zu den Kunstausstellungen kämen aber auch Besucher aus Bereichen wie Hannover, Kassel und Wolfsburg. Städten also mit regen Kunstszenen. „Der Stellenwert des Schlosses als ein besonderer Ort für bildende Kunst hat sich herumgesprochen, auch unter Künstlern“, folgert die Kunsthistorikerin daraus. Dem Haus durch den neuen Schwerpunkt ein neues Publikum zu erschließen, sei ihr wichtig gewesen.

Allerdings will die 30 Jahre alte Museumschefin, die Ende Mai nach Villingen-Schwenningen wechselt, die Qualität der Kulturvermittlung nicht nur an den Besucherzahlen festmachen. Was ihr wichtiger ist, sieht sie durch eigene Beobachtung bestätigt: „Die Leute, die gezielt eine Ausstellung ins Museum besuchen, halten sich hier lange auf. Und sie nehmen für sich etwas mit.“ Diesen Interessierten Anregungen zu bieten, sei ihr ein wichtiges Anliegen.

Und wie kommt die Dauerausstellung an? „Hervorragend“, sagt Heitland. Sie sei „klein, fein, ansprechend, modern und schön gestaltet“. Deshalb stellten immer wieder auch Besucher der Sonderschauen fest: „Die Dauerausstellung ist ja auch klasse.“

Eine Herausforderung sieht die scheidende Museumschefin indes ganz sicher: „Man muss gucken, wie man das Museum auch in Pyrmont präsenter macht.“ So gebe es noch immer Menschen, die den Eingang nicht fänden. Deshalb freue es sie, dass vor der Brücke an der Schlossstraße bald eine Stele platziert werden soll. Auf die Installation dieses Wegweisers samt Licht und Schrift hofft Vanessa Heitland für März oder April. Die aktuellen Arbeiten an der Löschwasser-Leitung zum Schlosshof (wir berichteten) verzögern die Aufstellung.

Auch das Entrée im Erdgeschoss soll bald fertig werden, samt Info-Film und flirrendem Wasser in der Schale.

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