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Stadt schreibt ihr Krippenkonzept fort

120 Plätze für die jüngsten Kinder reichen noch nicht

Bad Pyrmont (uk). Bad Pyrmont ist auf dem Weg, möglichst viele Betreuungsplätze für Kinder anzubieten. Besondere Anstrengungen hat der Ausbau der Krippenplätze für Kinder im Alterunter drei Jahren gefordert. Zuletzt sind in der Kindertagesstätte Marienstraße 30 Krippenplätze geschaffen worden, zum Kindergartenjahr 2013 sollen je fünf in Neersen und Löwensen dazukommen. Damit erhöht sich die voraussichtliche Betreuungsquote für die allerjüngsten Pyrmonter auf fast 39 Prozent – inklusive der 30 Betreuungsplätze, für die Tagesmütter gewonnen werden konnten. Dieses Zahlen hat Sebastian Hagedorn von der Stadtverwaltung vorgestellt.

veröffentlicht am 27.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 19:41 Uhr

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Mit den dann insgesamt 120 Plätzen könne Bad Pyrmont sogar die Vorgabe des Landkreises noch überschreiten, berichtete Hagedorn. Der Kreis hatte eine Quote von 35 Prozent ausgegeben. Trotzdem – da sind sich Verwaltung und Politik schon lange einige – reicht auch das nicht aus, um den tatsächlichen Bedarf zu decken. Den prognostiziert Hagedorn auf 130 Plätze – was nach den gegenwärtigen Zahlen einer Quote von 41 Prozent entsprechen würde. Doch um die fehlenden zehn Plätze zu schaffen, müsste die Stadt erheblich investieren. Und zwar voraussichtlich in den Kindergarten Reesenhof. Der gehört zwar zu den größten Kindergärten in Bad Pyrmont, bietet aber lediglich fünf Krippenplätze in einer altersübergreifenden Gruppe an. Durch die Umwandlung einer Vormittagsgruppe in eine Krippengruppe könnten 15 Krippenplätze geschaffen. Das aber würde zulasten des Betreuungsangebotes für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren gehen und an eine „harte Grenze“ führen, wie Hagedorn es formulierte. Kosten dieser Variante: 313 000 Euro.

Die bessere – aber auch deutlich teurere – Alternative wäre ein Anbau an den Reesenhof, in dem zwei Krippengruppen mit insgesamt bis zu 30 Plätzen untergebracht werden könnten. Kosten: 1,65 Millionen Euro. Beide Lösungen haben gemeinsam, dass die Stadt sie alleine nicht finanzieren kann. „Ohne den Landkreis geht das nicht“, stellte der Fachbereichsleiter klar. Doch eine „angemessene Gegenfinanzierung“ sei zurzeit nicht in Sicht.

Mit den jetzt erarbeiteten Zahlen will die Stadt ihr Kinderbetreuungskonzept bis zum Jahr 2015 fortführen – mit einhelliger Zustimmung des Schul- und Jugendausschusses. Seit 2007 hat die Kommune in den Krippenausbau und die Kindertagesstätten rund 2,3 Millionen Euro investiert. Diese Summe dürfte sich um weitere 200 000 Euro erhöhen, wenn die noch laufenden Baumaßnahmen abgeschlossen sein werden. Den Eigenanteil der Stadt beziffert die Verwaltung auf rund 1,4 Millionen Euro. Dieser hohe Anteil zeige, dass die Stadt Bad Pyrmont auch erheblich in den Gebäudebestand investiert habe, heißt es dem Konzept. Viele Maßnahmen seinen nur wegen der Krippenbetreuung erforderlich.

Insgesamt gibt es in Bad Pyrmont neun Kindertageseinrichtungen, die zurzeit noch von fünf verschiedenen Trägern geführt werden: von der evangelischen und der katholischen Kirche, von zwei Elternvereinen und dem Roten Kreuz.



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