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Ausbildungsmesse in Blomberg soll Orientierung geben

100 Jobs – welcher ist der richtige?

Bad Pyrmont/Blomberg. Praktische Orientierung für die Berufswahl soll die 6. Blomberger Ausbildungsmesse am 27. Februar bei Synflex bieten. Rund 50 Unternehmen und Institutionen aus dem lippischen Südosten und aus Bad Pyrmont informieren über ihre Ausbildungs- und Studienangebote.

veröffentlicht am 24.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:21 Uhr

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Rund 100 Jobs werden in Blomberg vorgestellt – aber wie können jugendliche Besucher den richtigen Beruf finden? Sechs Auszubildende aus dem lippischen Südosten und aus Bad Pyrmont haben ihre Entscheidung gefunden und berichten aus ihrem Arbeitsalltag. Cihat Kaya ist 21 Jahre alt und macht eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik im Unternehmen Synflex. Über Freunde hatte er den Tipp zu diesem Beruf bekommen, bewarb sich um ein Praktikum und wusste: Das ist es. Inzwischen ist er im zweiten Lehrjahr und hat seine Entscheidung nicht bereut. „Ich hätte nicht gedacht, dass der Job so spannend ist“, so Cihat. „Da wird nicht nur eine Palette von A nach B gefahren!“ Wareneingang und Warenausgang und ein riesiges Lager wollen durchschaut werden und erfordern Aufmerksamkeit und viel Bewegung. Man sollte einen Hauptschulabschluss mit guten Noten in Mathe und Sport vorweisen. Kenntnisse in Erdkunde seien wichtig für die Tourenplanung.

Keine Höhenangst hat Christopher Berghahn als angehende Fachkraft für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik. Auch für ihn war erst ein Praktikum beim Blomberger Dachdecker Ahrens ausschlaggebend für die Berufswahl. „Jeden Tag an der frischen Luft sein und im Kreis der Gesellen mit viel Spaß an der Arbeit immer wieder Neues lernen“, das gefällt Christopher, der sich bereits auf die Gesellenprüfung vorbereitet. Mit einem Realschulabschluss an der Hauptschule Horn startete Christopher in die Ausbildung. Inzwischen hat er gelernt, Dächer einzudecken, Dachstühle zu bauen oder ab Geschossdecke auch Klempnerarbeiten auszuführen. Seine Berufsschulzeit verbringt er mit rund 800 weiteren angehenden Dachdeckern in der Internatsschule im Sauerland, wo dann auch Kenntnisse über Solartechnik und Photovoltaikanlagen vermittelt werden. Christopher ist 20 Jahre alt und könnte sich keinen anderen Beruf für sich vorstellen.

Saskia Gayermann kommt aus Schieder, besuchte das Hermann-Vöchting-Gymnasium und wusste, dass sie gern in der heimischen Region bleiben wollte. Sie entschied sich nach dem Abitur für eine Ausbildung zur Verwaltungsfachkraft bei der Stadt Blomberg. Und schnell erkannte sie: Da werden nicht nur Akten durchgearbeitet. „Man muss sehr flexibel sein, wenn man die einzelnen Abteilungen der Stadtverwaltung durchläuft“, so Saskia, die zurzeit im Sozialamt arbeitet und den Kontakt mit den Bürgern schätzt. Am spannendsten findet sie allerdings den Finanzbereich mit Buchführung, Kosten- und Leistungsberechnung. Und als Fernziel hat sie die Möglichkeit einer höheren Verwaltungslaufbahn im Hinterkopf.

„Heimat ist das Schönste“

Das Finanzwesen lag auch im Interesse von Adrian Huck. Er entschied sich nach dem Abitur allerdings für die Lehre zum Bankkaufmann bei der Stadtsparkasse Blomberg. Auch für ihn war es wichtig, dort arbeiten zu können, wo er aufgewachsen ist und seine Freunde hat. In seiner Ausbildung gefallen ihm besonders der Kontakt mit den Kunden und die Tatsache, dass sich aus neuen Situationen immer wieder neue Erkenntnisse ergeben. Offenheit für den Kunden gepaart mit Gewissenhaftigkeit und Verantwortungsbewusstsein seien ganz wichtig für den Beruf. Adrian ist noch im ersten Ausbildungsjahr und weiß, dass nicht nur Mathematik wichtig für den Beruf ist, sondern gutes Deutsch und auch Fremdsprachenkenntnisse. Etwas Handwerkliches wollte dagegen Joschua Kuffner machen. Der ehemalige Schüler der Johannes-Gigas-Schule in Lügde hatte bereits einen Ausbildungsplatz als Chemielaborant, als sich ihm die Gelegenheit zu einem Praktikum bei Müller-Umwelttechnik bot. Und dann stand für ihn fest: „Ich werde Metallbauer für Nutzfahrzeuge!“ Inzwischen im dritten Ausbildungsjahr, kann er schon selbstständig an den Aufbauten für Wasseraufbereitungsfahrzeuge arbeiten. Teamfähigkeit, technisches Verständnis und Interesse für Mathematik, Physik und Chemie sind wichtig für den Beruf. Joschua will eines Tages die Meisterprüfung ablegen und eventuell auch ein Maschinenbaustudium anschließen. Patrick Roefs hat nach dem Abitur am Humboldt-Gymnasium in Bad Pyrmont ein Lehramtsstudium begonnen und nebenbei als Werkstudent in der Industrie gearbeitet. Die Priorität lag irgendwann im Industriejob. Inzwischen macht Patrick eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei Schwering & Hasse in Lügde. Ihm gefallen die Verknüpfung von Theorie und Praxis und die Tatsache, mit dem wohnortnahen Job auch sein Hobby im SV Bad Pyrmont ausleben zu können.

Alle Auszubildenden genießen den Vorteil, in der vertrauten Umgebung eine berufliche Ausbildung zu erhalten, mit den alten Freunden in Kontakt zu bleiben und familiennah arbeiten und leben zu können. „Heimat ist das Schönste!“, bringt es Christopher Berghahn abschließend auf den Punkt.

Mehr zur Ausbildungsmesse unter www.staylipso.de.red



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