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Syrer will Streit zwischen zwei Brüdern schlichten – und wird verletzt

Zwischen die Fronten geraten

Elbrinxen. Nicht immer, wenn ein Streifenwagen vor Elbrinxens städtischem Flüchtlingshaus steht, gibt es ein Problem. Denn bekanntlich schaut Lügdes Bezirksbeamter Reinhold Hartmann dort – wie andernorts bei unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen in der Großgemeinde – regelmäßig zwecks Kontaktpflege vorbei. Am frühen Samstagmorgen jedoch waren die Blomberger Kollegen des Polizeibeamten vor Ort im Einsatz, alarmiert wegen einer handgreiflichen Auseinandersetzung in dem Gebäude. „Weil die Situation anfangs nicht ganz klar war, fuhren zwei Streifen hin“, sagt Lippes Polizeisprecher Uwe Bauer auf Anfrage. Der sicherheitshalber ebenfalls hinzugerufene Rettungswagen musste allerdings niemanden ins Krankenhaus fahren. Ein Mann, der mit dem ursprünglichen Streit nichts zu tun hatte, wurde laut Bauer an einer Hand verletzt. Der 46 Jahre alte Syrer habe gegen 4 Uhr morgens einen Streit zwischen zwei 19 und 21 Jahre alten algerischen Brüdern schlichten wollen und sei sozusagen zwischen die Fronten geraten. Als den beiden offenbar alkoholisierten Streithähnen klar wurde, was sie angerichtet hatten, beruhigten sie sich laut Bauer jedoch schnell.

veröffentlicht am 16.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Eine Meldung über den Einsatz setzte die Polizei von sich aus nicht ab. Denn, so Bauer: „Wir berichten sonst auch nicht über häusliche Auseinandersetzungen.“ Dass hinterher ein Gerücht von drei Krankenwagen vorm Haus die Runde machte und wilde Spekulationen nährte, zeigt: Flüchtlingen wird bei jeder Art von auffälligem Verhalten deutlich mehr Aufmerksamkeit zuteil als Einheimischen. Wenn‘s in deren Wohnung auch massiven Zank gibt, ist das fürs Umfeld längst nicht immer ein Thema.jl



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