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Warum die Männer von der AGA so gern bei Kühls in Rischenau gearbeitet haben

Zurück zur Natur: ein Bach im Garten

Rischenau. Noch vor ein paar Monaten hatten die Kühls hinterm Haus nur eine Wiese mit Obstbäumen drauf. Jetzt schlängelt sich dort ein Bach. Den hat allerdings nicht etwa ein Gartenarchitekt künstlich angelegt. Vielmehr haben die Mitarbeiter der gemeinnützigen „Arbeitsgemeinschaft Arbeit“ (AGA) dafür gesorgt, dass hier wieder der zuvor verrohrte Schmiedebach fließen darf. Zum Abschluss ihrer Arbeit legten einige Männer aus dem Team jetzt noch einmal Hand an in Kühls Garten: In Absprache mit den Grundstücksbesitzern pflanzten sie in Ufernähe 40 überwiegend heimische Feldgehölze. Jetzt wachsen an der über das Grundstück verlaufenden Gewässerstrecke unter anderem Haselnuss, Weißdorn, Hartriegel, Schneeball, Hundsrose und Felsenbirne. „Wir haben die Gehölze in Gruppen gepflanzt, damit nicht das ganze Gewässer völlig beschattet wird“, erklärt Jens Vespermann. Der Diplomingenieur leitet das AGA-Beschäftigungsprojekt „Wasser im Fluss“, in dessen Rahmen diversen lippischen Gewässer wieder zu mehr Naturnähe verholfen wird. Diese Renaturierung soll die Wasserqualität verbessern helfen – was nicht nur der Flora und Fauna im und am Wasser zugutekommt, sondern auch den Menschen.

veröffentlicht am 23.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 21:41 Uhr

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Was Vespermann besonders freut: „Die Kühls waren sofort angetan von der Idee. Wir haben durch sie sehr viel Unterstützung erfahren.“ Damit meint er allerdings nicht in erster Linie die Kekse und den Punsch, mit dem die Familie die Arbeiter versorgte, sondern die Aufgeschlossenheit der Besitzer. Denn die ist nicht alltäglich. „Wenn es an ihr Privatgrundstück geht, sind die meisten Leute erst einmal skeptisch und wollen nicht“, weiß der Projektleiter aus Erfahrung. „Wenn die Gemeinde was will, schon gar nicht.“ Das sei fast überall so. Deshalb versucht er stets, die Anrainer des „Wasser im Fluss“-Projekts zu überzeugen, dass es nur gut sein kann, wenn seine Mitarbeiter Hand anlegen. „Die Leute können sicher sein, dass der künftige Zustand besser wird, als der jetzige ist“, betont Vespermann.

Auf die Kühls indes ging Lügdes Stadtverwaltung zu – und sie willigten gleich ein.

Und nun mäandert der Schmiedebach als schmales Rinnsal durch ihren Garten, und auch die Wiese ist etwas feuchter geworden als zuvor. „Bei Hochwasser kann der Bach natürlich auch mal über die Ufer treten“, sagt Vespermann. „Aber das haben wir einkalkuliert.“ Insgesamt nämlich reduziere der Bachverlauf nämlich die Fließgeschwindigkeit des Baches.

Eine Maßnahme steht in Rischenau übrigens noch aus: Laut Vespermann möchte die Arbeitsgemeinschaft dem Bach auch im Park wieder ein bisschen Oberwasser geben. jl

Der Schmiedebach ist draußen, die Gehölze sind drin – und Jens Wienhusen (v.li.), Carsten Vösgen, Stephan-Benjamin Simonis und Projektleiter Jens Vespermann sind erst einmal fertig mit der Arbeit in Rischenau. pr



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