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Zum Umfallen fehlte der Platz - Weihnachtsmarkt ein Renner

LÜGDE. Da standen gestern mehr Menschen um die Kirche herum, als oftmals hineingehen. Rund 400 Lügder, so schätzt Bürgermeister Heinz Reker, haben rund um St. Marien eine Menschenkette gebildet, um ein Zeichen zu setzen. Nicht für die große Weltpolitik, sondern für das Gemeinsame in Lügde.

veröffentlicht am 17.12.2017 um 23:07 Uhr

Jens Schwarzes Feuershow „Streets on Fire“ fasziniert das Publikum vor dem Lügder Rathaus. Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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Schon vor dem Frühstück hatte der Dechenverein am Samstagmorgen erste Vorbereitungen getroffen für den Aufbau des Weihnachtsdorfes auf und rund um den Marktplatz. Und auch die anderen Vereine waren mit von der Partie. Denn es gab wirklich viel zu tun.

Jede Menge Stände standen pünktlich um 14 Uhr bereit, um auch schon den ersten Besuchern das volle Programm bieten zu können – von Geschenken und Deko-Artikeln bis hin zu allem, was kalorienreich und wärmend ist.

Allen voran der Heimat- und Museumsverein mit seinem über die Grenzen hinaus berühmten Glühbier, das – weil es in hohen, schlanken Gläsern serviert wird – auch ideal ist, um die Hände zu wärmen.

Eindurcksvoll: die Menschenkette um St. Marien. Da fehlen auch der Nikolaus samt Engeln sowie Knecht Ruprecht nicht. – und der Bürgermeister muss Donnerstag den Bowle-Boy geben. Foto: yt
  • Eindurcksvoll: die Menschenkette um St. Marien. Da fehlen auch der Nikolaus samt Engeln sowie Knecht Ruprecht nicht. – und der Bürgermeister muss Donnerstag den Bowle-Boy geben. Foto: yt
Werner Friese schenkt leckeres Glühbier aus. Foto: yt
  • Werner Friese schenkt leckeres Glühbier aus. Foto: yt
Der Auftritt der Feen-Prinzessinnen freut besonders die Kinder beim Lügder Weihnachtsmarkt. Foto: yt
  • Der Auftritt der Feen-Prinzessinnen freut besonders die Kinder beim Lügder Weihnachtsmarkt. Foto: yt
Peter Schmidt gibt auf dem Platz den Schnitzelwirt.Foto: yt
  • Peter Schmidt gibt auf dem Platz den Schnitzelwirt.Foto: yt
Eindurcksvoll: die Menschenkette um St. Marien. Da fehlen auch der Nikolaus samt Engeln sowie Knecht Ruprecht nicht. – und der Bürgermeister muss Donnerstag den Bowle-Boy geben. Foto: yt
Werner Friese schenkt leckeres Glühbier aus. Foto: yt
Der Auftritt der Feen-Prinzessinnen freut besonders die Kinder beim Lügder Weihnachtsmarkt. Foto: yt
Peter Schmidt gibt auf dem Platz den Schnitzelwirt.Foto: yt

Und was für ein Programm hat Carolin Nasse, die Chefin des Marketingvereins, auf die Beine gestellt: Am Samstagmittag zeigten sich die Kinder völlig begeistert von den Feen-Prinzessinnen, die sie mit Klassikern aus Disney-Produktionen zum Schwärmen brachten. Und als sich die Kinder im Anschluss eine Zuckerwatte genehmigen ließen, trat schon Jörg Hecker auf die Bühne am Rathaus. Nur begleitet von seiner akustischen Gitarre poppte und schwofte er stimmungsvolle Adventsmusik über den Markt. Und so blieb die Lücke, die die Kinder ließen, nur kurz. Denn auch Barcoustics, wie der Barde seine Clubband nannte, fand schnell ihre Fans. Und je später der Abend, desto zahlreicher die Gäste. Der Marktplatz füllte sich immer mehr. Als der 50-köpfige Gospelchor „Living Voices“ die Statik des frisch errichteten Rathaus-Treppenabsatzes ausreizte, wurde es langsam eng auf dem Weihnachtsmarkt.

Und als dann Jens Schwarze mit seiner Feuershow „Streets on Fire“ Flammenzeichen in den Himmel malte, Feuerbälle erzeugte und Funken regnen ließ, gab es kein Durchkommen mehr auf dem Marktplatz. Nur noch Dazugesellen ging.

Denn das Gedrängel, das man im Bus auf keinen Fall erleben möchte, heißt hier Atmosphäre und darf auf keinen Fall fehlen. „Dafür machen wir es schließlich“, erklärte Werner Friese, der wie alle anderen Mitglieder der Lügder Vereine ehrenamtlich am Stand arbeitete: „Damit hier in Lügde das Wir-Gefühl lebendig bleibt.“

Mit der Celtic-Folkband „Tom Braker Syke“ aus den Brakelsieker Highlands steppte das Wir-Gefühl, und die Lügder gingen richtig steil, bis weit nach Mitternacht.

Und am Sonntag ging es weiter: Wir-Gefühl auch für die Kindergartenkinder, die ihr Musical vortrugen. Carolin Nasse, die bereits am Samstag mehr als zwölf Stunden lang große und kleine Probleme gelöst hatte, Ansprechpartnerin für Fragen aller Art war und dabei nie die gute Laune verlor, strahlte auch am Sonntag wieder den Standbetreibern und Gästen entgegen.

Lügdes Stadtmarketing-Geschäftsführerin hatte auch gut Lachen, denn der Weihnachtsmarkt war auch am Sonntag ein voller Erfolg. Der Kunsthandwerkermarkt in der Scheune war gut besucht und auf dem Rathausplatz und rund um die Stände war Umfallen unmöglich. Es hätte dazu einfach der Platz gefehlt.

So war es auch kein Wunder, dass Bürgermeister Heinz Reker die Wette verlor. „Wir hatten 250 Kerzen.“ Carolin Nasse hoffte, dass sie alle für die Menschenkette an den Mann und an die Frau brachte. „Womit ich nicht gerechnet hatte: dass bereits nach einer halben Stunde sich die Besucher beklagten, dass es keine Kerzen mehr gebe.“

Und so wurde das Urteil verkündet: „Der Bürgermeister wird am kommenden Donnerstag, 21. Dezember, ab Einbruch der Dunkelheit Feuerzangenbowle zubereiten und verteilen. Natürlich zum Filmklassiker mit Heinz Rühmann.“

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