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Klinge: Löschgruppe ist skeptisch

Zu wenig Platz für Feuerwehr- Neubau neben der Marktscheune?

ELBRINXEN. Die Feuerwehr und die Rettungswache baulich zukunftssicher aufstellen und dabei den Ortskern stärken – diesen Anspruch hat Lügdes Bürgermeister Heinz Reker bekanntlich für den seit Jahren anstehenden Neubau des hinfälligen Elbrinxer Feuerwehrhauses im Kopf. Die Freiwilligen betrachten diesen Plan mit Skepsis.

veröffentlicht am 10.02.2017 um 20:22 Uhr

Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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„Wir halten den Standort für absolut ungünstig“, sagt der gerade als Sprecher der Löschgruppe installierte Thorsten Klinge: „Neben der Marktscheune ist wenig Platz. Das wird eng.“

Dass der Bürgermeister erneut eine Studie in Auftrag gegeben hat (PN von Donnerstag), könne er zwar nachvollziehen. Allerdings sei die Standortfrage vor nicht allzu langer Zeit schon einmal geprüft worden. „Und dabei kam raus: Es geht nicht.“

Dabei bezieht sich Klinge auch auf eine Einschätzung aus berufenem Mund: So habe Lügdes Feuerwehrleiter Wolfgang Kornegger vor nicht allzu langer Zeit einen Neubau für notwendig gehalten, der drei Einsatzfahrzeugen Platz biete. Die Fläche für ein solches Gebäude mit drei Toren plus ebenerdigem Sozialraum und werde das von Reker favorisierte Grundstück kaum bieten können.

„Unser Favorit war zuletzt der Schützenplatz“, sagt Klinge. „Da könnten wir auch in Ruhe üben, ohne jemanden zu stören.“ Wenn der Bürgermeister diesen Standort aus Kostengründen ablehne, müsse aber auch klar sein, dass die derzeit für den Neubau einkalkulierten 400 000 Euro ohnehin deutlich zu niedrig angesetzt seien. „Die Neubaukosten für Feuerwachen liegen immer zwischen 700 000 und 900 000 Euro“, sagt Klinge und bezieht sich dabei auf Zahlen aus Nachbarkommunen, wie er sagt. Die Ehrenamtlichen seien zwar zu Eigenleistungen bereit. Aber die Hoffnung, dass damit 100 000 Euro gespart werden könnten, sei unrealistisch. „Unsere Möglichkeiten sind begrenzt.“

Eher als mit dem Platz an der Marktscheune würde sich die Wehr inzwischen noch mit einem anderen Grundstück in der Nähe arrangieren. Allerdings würde die Stadt das zuvor kaufen müssen – was angesichts der knappen Finanzen auch nicht einfach sei.



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