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Zur Feier von 125 Jahren Blasmusik ließ es das Lügder Blasorchester richtig krachen und begeisterte seine Fans

Zeitreise mit Pickelhaube und Hippie-Stirnband

Lügde. Feste soll man bekanntlich feiern wie sie fallen. Das sagte sich das Blasorchester der Stadt Lügde und ließ es im Schützenhaus richtig krachen. Grund zum Feiern gab es reichlich: Das Orchester blickt auf 125 Jahre Blasmusik in Lügde zurück, und fast halb so lange, nämlich 60 Jahre, ist Johannes Fasse Mitglied.. Zudem beging der Orchester-Vorsitzende Heinz Krantz seinen persönlichen Ehrentag aktiv in den Reihen seiner Musiker, verstärkt um den wohl größten Gratulationschor seines Lebens.

veröffentlicht am 08.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:21 Uhr

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Autor:

Wolfgang Siefert
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Bei so vielen Anlässen passte es einfach, dass das Orchester zu einer musikalischen Zeitreise einlud – womit es den Geschmack der Zuhörer perfekt traf.

Aus jeder Dekade hatten sich die Musiker Interpreten und musikalische Höhepunkte unterschiedlichster Genres ausgesucht – vom typischen Marsch oder der böhmischen Polka über ein Bert-Kaempfert-Medley bis zum Rock-Pop-Potpourri von Eric Clapton bis Abba. Zudem rief das Ensemble im Bigband-Sound eines Glenn Miller die Swing-Ära und die Hoch-Zeit der Comedian Harmonists in Erinnerung – Letztere sowohl instrumental als auch Zylinder-behütet, als schwarz befrackte A-cappella-Boygroup.

Und weil sich das Blasorchester immer etwas Besonderes und Überraschendes einfallen lässt, füllte ein gefühlt hundertjähriges Paar (Claudia Haupt und Karl Heinz Blum von der Elbrinxer Dorfbühne) mit informativen, aber auch witzigen Kommentaren die verdienten Erholungspausen zwischen den Stücken – eine glänzende Idee.

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Aber nicht allein das ließ das Konzert zu einem Genuss werden: Zum traditionellen Eingangsmarsch „Erzherzog Albrecht“ hieß es „Helm auf!“, und alle rund 60 Musikerinnen und Musiker inklusive Dirigent Jörn Diekmann verzierten ihre Häupter mit den einschlägigen, selbst gebastelten Kopfbedeckungen. Beim Abba-Medley waren es dann Perücken und Stirnbänder, die die Flower-Power-Ära auch optisch in Erinnerung riefen.

Musikalisch - das war vom ersten Ton an festzustellen – hat das Blasorchester Lügde mit seinem anspruchsvollen Programm einen weiteren Entwicklungsschritt vollzogen. Dem musikalischen Leiter Jörn Diekmann ist es gelungen, eine leistungsfähige Einheit zu schmieden. Mit viel Liebe zum Detail hatten er und sein Ensemble an einem Arrangement gefeilt, das die Besucher genossen. Die Generalprobe hatte das Orchester schon zuvor mit der Aufnahme einer neuen CD unter den kritischen Ohren der Tonmeister bestanden. Sämtliche 13 Titel der Produktion waren auch beim Konzert zu hören – und natürlich auch Zugaben, darunter die „heimliche Lügder Nationalhymne“, das „Highland Cathedral“. Das Publikum im voll besetzten Schützenhaus war schlichtweg begeistert und feierte mit rhythmischem Klatschen und Zugabeforderungen „sein“ Blasorchester, das bestens motiviert für künftige Aufgaben am Ziel seiner Zeitreise angekommen ist.

Zu einem Marsch gehören Pickelhauben sagten sich die Orchestermusiker und bastelten sich selbst welche. Fotos: heb

Instrumentalisten als Sänger – beim „kleinen grünen Kaktus“. Rechts: Claudia Haupt und Karl-Heinz Blum als Uralt-Paar.



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