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Sonntag offizielle Einweihung des umgestalteten Ehrenmals für Weltkriegsopfer

Würdevolles Gedenken

LÜGDE. Am 11. November 1918 wurde mit Beginn des offiziellen Waffenstillstandes der Erste Weltkrieg beendet. In einer Initiative des Heimat- und Museumsvereins Lügde wurde zu diesem historischen Anlass vor 100 Jahren das Ehrenmal an der Höxterstraße umgestaltet, um auch der Lügder Opfer dieses Weltkrieges würdevoll gedenken zu können.

veröffentlicht am 09.11.2018 um 14:55 Uhr
aktualisiert am 09.11.2018 um 20:50 Uhr

Am Montagmorgen ist die Neugestaltung des Lügder Ehrenmals abgeschlossen worden: Mit Unterstützung des Bauhofes und Mitgliedern des Heimat- und Museumsvereins wurde „Die Trauernde“ wieder wie ursprünglich 1922/23 auf den Sandsteinsockel aufgesetzt. f

Autor:

Joachim Krause
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Die offizielle Einweihung dieses Ehrenmals soll am Sonntag, 11. November, 15 Uhr, am Kriegerdenkmal mit einer Gedenkstunde erfolgen.

Im Rahmen der Ausstellung im Heimatmuseum zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Gedenken auch der Lügder Opfer war 2014 aufgefallen, dass das Ehrenmal am Sportplatz eine Ungleichbehandlung der Toten beider Weltkriege aufweist: An der Stirnwand einer Mauer waren bisher nur 23 Tafeln mit den Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges befestigt. Die Inschriften der Opfer des Ersten Weltkrieges aber drohten auf einem separaten Sandsteinsockel zu verwittern.

Josef Huppertz nahm sich im Auftrag des Heimat- und Museumsvereins der Aufgabe an, eine Neugestaltung zu planen, die nicht nur den verstorbenen Soldaten, sondern auch deren Angehörigen als Opfer beider Weltkriege gerecht wird. Nach vierjähriger Vorbereitung sind nun auf 13 neuen Bronzetafeln die von Huppertz in zahlreichen Archiven ermittelten und verifizierten Namen von Lügder Bürgern, die im Ersten Weltkrieg gefallen oder später an den Folgen verstarben, zu lesen. Die Kosten von 12 000 Euro für die Umgestaltung konnten komplett durch Spenden gedeckt werden. Aus der Politik war der Wunsch geäußert worden, auf den Sandsteinsockel wie bei der Einweihung des Ehrenmals 1922/23 wieder eine Skulptur aufzusetzen.

Die ehemalige 1919 in verschiedenen Versionen gegossene Bronzefigur war 1943 während des Zweiten Weltkriegs abgenommen und für Kriegswaffen eingeschmolzen worden. Durch einen Zufall gelang es, eine ähnliche Skulptur einer Trauernden zu erwerben. Die rund 1,45 Meter hohe und etwa 60 Kilo schwere Figur ist ein Original und weicht von der alten Statue nur dadurch ab, dass eine Dekorsäule neben der Statue fehlt. Spontan dafür eingeworbene Spenden sicherten auch die Finanzierung dieses Ankaufs. „Diese Skulptur der Trauernden rundet das würdevolle Gesamtbild der Anlage ab“, sind sich alle an dem Projekt der Umgestaltung des Lügder Ehrenmals Beteiligten einig. Bei der öffentlichen Feierstunde zur Einweihung amSonntag werden Bürgermeister Heinz Reker und ein Vertreter des Heimat- und Museumsvereins sprechen. Das Blasorchester Lügde sorgt für den musikalischen Rahmen.



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