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DNA-Proben ergeben: Tier hat nahe des Truppenübungsplatzes Senne Beute gemacht

Wolf nachgewiesen

KREIS LIPPE. In NordrheinWestfalen ist ein Wolf nachgewiesen worden. Das Tier sei am 23. September in der Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock in der Nähe Bielefeld von einer Wildkamera aufgenommen worden. Das teilt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) mit.

veröffentlicht am 05.10.2018 um 17:22 Uhr

Der Wolf sei mit jenem Raubtier identisch, das auf dem nahen Truppenübungsplatz Senne Dammwild gerissen habe. Dort hatte das Tier am 27. Juli und am 1. September Beute gemacht. Den entsprechenden Nachweis erbrachten DNA-Proben von den gerissenen Tieren auf dem Truppenübungsplatz.

Die Fotos der Wildkamera wurden in Abstimmung mit der Dokumentations- und Bewertungsstelle des Bundes (DBBW) ausgewertet und. Die Speichelproben vom getöteten Damwild aus Juli und September wurden durch das Senckenberg Forschungsinstitut in Gelnhausen untersucht. Dieses Institut ist deutschlandweit tätig im Auftrag von Bundes- und Landesbehörden das „Nationale Referenzzentrum für genetische Untersuchungen bei Luchs und Wolf“.

Durch die Probe im Juli konnte eine erstmalige Individualisierung erfolgen. Es handelte sich demnach um einen weiblichen Wolf mit der Kennung „GW1044f“. Das Tier wurde erstmals nachgewiesen. Daher könne man keine weiteren Aussagen zu einem Herkunftsrudel gemacht werden, heißt es.

Seit Anfang Oktober dieses Jahres existiert ein erstes offizielles Wolfsgebiet in Nordrhein-Westfalen, das Teile des Kreises Wesel, Kleve, Borken und Recklinghausen sowie der Städte Bottrop und Oberhausen umfasst. Hier ist es immer wieder zu Wolfsnachweisen gekommen, sodass man nun von einer Ansiedlung ausgeht. In Wolfsgebieten werden Schutzmaßnahmen von Weidetierhaltern vom Land bezuschusst.

„Der NABU begrüßt die zügige Ausweisung des Wolfsgebietes in Nordrhein-Westfalen“, erklärt dazu Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU in NRW. Dies sei ein wichtiges Signal für Weidetierhalter in der Wolfsregion. Sie haben so jetzt doch die Möglichkeit, aber auch die Pflicht, ihre Tiere mit vom Land geförderten Herdenschutzmaßnahmen vor Übergriffen durch den Wolf zu bewahren. Denn nur diese Unterstützung des Landes und die transparente Aufklärung über alle Risse in einer Region, die nun auf der neuen Homepage des Landes zum Wolf ebenfalls zeitnah zu finden sein werden, schaffe die Voraussetzung für eine weitere Akzeptanz für die Rückkehr des Wolfes.

Beim Landesumweltamt (LANUV) können Hinweise auf Wölfe unter der Telefonnummer 02361/305-0 gemeldet werden.red



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