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Rischenau hat wieder ein zünftiges Oktoberfest auf die Beine gestellt

Wo der Dengelstock den Takt schlägt

Rischenau (nic). Die Veranstalter hatten wohl einen Superdraht zum Wettergott. Denn ihr Oktoberfest war so gut besucht wie schon lange nicht mehr. Die Sonne schien in die Hüpfburg, auf dem Gehweg leuchteten die blanken Kastanien zwischen den Blättern, es duftete nach Gebratenem, Kaffee und Torte. Im Flur des Dorfgemeinschaftshauses drehte sich das Spinnrad, stöberten die Besucher im Kunsthandwerk, schwitzten beim Wissenstest.

veröffentlicht am 12.10.2010 um 19:49 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:21 Uhr

Fesches Trio: Wenn schon Oktoberfest – dann bitteschön sti
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Bier, Brezn’, Haxn’, Dirndl und Lederhosen – das Rischenauer Oktoberfest hatte alles zu bieten, was die Herzen der Wiesn’-Fans höherschlagen lässt. Und noch mehr! Denn eine Lippische Gerümpelkapelle gibt’s in München nicht. Selbige ließ aber im Dorfgemeinschaftshaus die ohnehin kaum zu toppende Stimmung Wellen schlagen. Die Mitglieder der Steirischen Harmonika wollten mal was ganz Besonders versuchen, erzählt Erhard Engstfeld, und so kam er auf die Idee, auf alten Geräten Musik zu machen: Er sitzt am Schnippelbohnentopf, dann gibt es noch den Mörtelkübel, die Hobelbankspindel, Harke, Dengelstock sowie Schinkenbrett und Kalberkette. Als Begleitung zur Harmonika ergibt das einen geradezu rockigen Rhythmus. „Wir kamen schon in Säle mit 500 gelangweilten Leuten. Kaum haben wir losgelegt, haben alle getobt“, sagt Engstfeld.

Stolz ist auch Theo Meinberg, der hier viele Fäden in der Hand hält: „Es ist ganz toll gelaufen, wir mussten für Sonntag noch Bier nachordern. Es kamen sogar Leute aus den Bergdörfern, Holzhausen und Lügde. „Die Marktstände wurden gut angenommen, die Stimmung war so, wie man das vom Oktoberfest erwartet.“

Was Meinberg besonders freut: Die neue Abfolge ist gut angekommen. „Zum ersten Mal wurde bis etwa 22 Uhr Wiesn’-Musik gespielt, und danach wurden die Älteren „ins Bett geschickt.“ Dann war nämlich die Jugend mit der Oktoberfest-Disco am Ball und hat laut Meinberg „bis früh um Fünfe“ gefeiert. Alle Beteiligten waren zufriedener als sonst und „das machen wir wohl nächstes Jahr wieder so.“ Dass der Anstich ausfiel und die Stahler ihre Alphörner zu Hause gelassen hatten, störte keinen wirklich.

Die 1. Lippische Gerümpelkapelle spielte in folgender Aufstellung (v. li.): Schnip- pelbohnentopf, Mörtelkübel, Akkordeon, Hobelbankspindel, Schinkenbrett mit Kalberkette, Harke und Dengelstock.

Fotos: nic



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